06 June 2026, 16:15

Rumänische Arbeiter kämpfen um ausstehende Löhne nach Insolvenz von Phoenix Engineering

Keine Bezahlung, kein Wohnen: Faseroptik-Arbeiter im Rhein-Lahn-Kreis in Not

Rumänische Arbeiter kämpfen um ausstehende Löhne nach Insolvenz von Phoenix Engineering

Vier rumänische Arbeiter in Deutschland warten seit Wochen auf ausstehende Löhne – die ausbleibenden Zahlungen summieren sich auf mehrere tausend Euro. Die Männer, die bei der Firma Phoenix Engineering beschäftigt waren, stehen nun vor der Obdachlosigkeit und finanziellen Not, nachdem das Kölner Bauunternehmen Insolvenz angemeldet hat.

Die betroffenen Arbeiter, darunter Alexandru Dodo und Alexandru Codrut Nicolae, wurden aus ihren Wohnungen in Koblenz-Güls und Vallendar zwangsgeräumt, weil sie die Miete nicht mehr zahlen konnten. Ihr Arbeitgeber, Phoenix Engineering, hatte sie im Rahmen des Projekts „Unser Grünfaser“ damit beauftragt, in über 20 Gemeinden des Rhein-Lahn-Kreises Glasfaserkabel zu verlegen.

Das Unternehmen meldete am Mittwoch Insolvenz an und begründete dies mit steigenden Zinsen und eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten. Von den Zahlungsausfällen betroffen sind auch Subunternehmer und Dienstleister, was die finanzielle Krise weiter verschärft.

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Ohne Lohn und ohne Unterkunft lehnen die Arbeiter staatliche Sozialhilfe ab und kämpfen stattdessen mit der deutschen Bürokratie. Ortsverbände der Linken in Koblenz versorgen sie nun mit Lebensmitteln, vorübergehender Unterkunft und rechtlicher Beratung.

Ein Insolvenzverwalter wurde bestellt, um die ausstehenden Löhne der Beschäftigten über Insolvenzgeld abzusichern. Doch wann – oder ob überhaupt – die Arbeiter ihr Geld erhalten, bleibt ungewiss. Die Insolvenzverfahren werden zeigen, ob die Männer ihre verlorenen Einkünfte zurückerhalten. Bis dahin sind sie auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen, während sie sich durch die finanzielle Unsicherheit kämpfen. Der Fall macht deutlich, welche weitreichenden Folgen der Zusammenbruch von Phoenix Engineering für die Belegschaft und Geschäftspartner hat.

Quelle