02 April 2026, 18:20

S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach wird für 836 Millionen Euro modernisiert

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und ein paar Gegenst"ande auf der linken Seite des Bahnsteigs.

S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach wird für 836 Millionen Euro modernisiert

Großbaustelle an der S11: Köln und Bergisch Gladbach rüsten ihre Schieneninfrastruktur für 836 Millionen Euro auf

Die S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach steht vor umfassenden Modernisierungsmaßnahmen. Das 836 Millionen Euro schwere Projekt sieht neue Bahnhöfe, barrierefreie Zugänge und dichtere Takte vor. Die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen, wobei die erste große Sperrung für 2026 geplant ist.

Im Rahmen des Ausbaus entsteht ein zweites Gleis zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird von zwei auf vier Bahnsteige erweitert, während der Kölner Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz jeweils einen zusätzlichen Mittelbahnsteig erhalten. Dadurch stehen pro Richtung zwei Bahnsteigkanten zur Verfügung, was die Kapazität für abwechselnde S-Bahn-Halte verbessert.

Zudem werden zwei neue Stationen gebaut: Köln-Kalk West sowie ein komplett neu gestalteter Bahnhof Köln-Holweide. Sämtliche Halte zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei ausgebaut. Die Bahnhöfe Holweide und Dellbrück müssen für die Umbaumaßnahmen vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 vollständig gesperrt werden.

Die erste größere Einschränkung beginnt am 10. April 2026 mit der Installation eines digitalen Stellwerks in Mülheim. Diese Sperrung dauert bis zum 3. Juli desselben Jahres. Die DB InfraGO bereitet derzeit die Ausschreibung der Bauverträge vor und meldet weitere Gleissperrungen an.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle notwendigen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen. Allerdings ist das angestrebte Fertigstellungsdatum Anfang 2032 aufgrund von Planungskonflikten unsicher. Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.

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Der Bund steuert 531 Millionen Euro bei, das Land NRW übernimmt 305 Millionen Euro der Ausbaukosten.

Die Aufwertung der S11 wird die Kapazitäten und die Barrierefreiheit im gesamten Netz deutlich erhöhen. Fahrgäste können sich nach Fertigstellung auf häufigere Verbindungen und modernisierte Bahnhöfe freuen. Verzögerungen bei Genehmigungen oder konkurrierende Projekte könnten jedoch den Zeitplan bis 2032 gefährden.

Quelle