23 March 2026, 16:18

Viersen gedenkt NS-Opfer mit neuen Stolpersteinen bis 2027

Gedenktafel an einer Steinwand mit eingraviertem Text, umgeben von Pflanzen am Boden.

Viersen gedenkt NS-Opfer mit neuen Stolpersteinen bis 2027

Viersens Bemühungen, die Opfer der NS-Zeit zu ehren, werden bis 2027 mit neuen Stolperstein-Verlegungen fortgesetzt. Die Erinnerungsinitiativen der Stadt, getragen von örtlichen Schulen und Geschichtsvereinen, erweitern ihre Arbeit. Eine erneuerte Kooperationsvereinbarung und geplante Forschungsprojekte sollen das öffentliche Verständnis für diese Epoche vertiefen.

Der Verein zur Förderung der Erinnerungskultur (1933–1945) in Viersen hat seine Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Gesamtschule für weitere drei Jahre verlängert. Diese langjährige Partnerschaft hat bereits zur Verlegung von mindestens zwei Stolpersteinen im Bistum Aachen geführt, die an Karoline und Wilhelm Jansen erinnern. Weitere Steine sind nun für Dülken und die Viersener Innenstadt geplant; die Verlegung ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Lehrerin Corinne Flasshoff wird eine Projektgruppe leiten, die in lokalen Archiven nach weiteren Details über das Leben der Opfer forscht. Ihre Klasse wird zudem die Holocaust-Gedenkstätte erneut besuchen, wie Julietta Breuer, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, mitteilte. Gleichzeitig hat Schulleiterin Ilka Werner die Mitarbeiter aufgefordert, sich an der Aktion "Reinigung der Stolpersteine" zu beteiligen – insbesondere vor dem 9. November, einem zentralen Datum im deutschen Gedenkkalender.

Das Engagement der Schule stellt sicher, dass sich jüngere Generationen aktiv mit dieser Geschichte auseinandersetzen. Durch die Kombination aus Forschung, Gedenkstättenbesuchen und der praktischen Pflege der Steine bleibt das Gedenken an die Verfolgten in der Gemeinschaft lebendig.

Die erneuerte Partnerschaft und die geplanten Stolperstein-Verlegungen erweitern das wachsende Netz der Mahnmale in Viersen. Schulen und lokale Gruppen werden ihre Recherchen fortsetzen, um zu gewährleisten, dass die NS-Opfer der Stadt nicht in Vergessenheit geraten. Die nächsten Verlegungen 2027 markieren einen weiteren Schritt, diese Geschichten für kommende Generationen zu bewahren.

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