13 March 2026, 16:45

Warendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobile ein – Camper drohen mit Boykott

Ein Plakat mit einem Haus mit Solarpanelen auf dem Dach, Text, der besagt "Rooftop Solar - Steuergutschriften sind jetzt verfügbar, um bis zu 30% der Kosten für die Rooftop-Solar-Installation zu decken", und ein Logo.

Warendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobile ein – Camper drohen mit Boykott

Warendorf führt bald 15 Euro Tagesgebühr für Wohnmobil-Stellplätze ein

Ab diesem Frühjahr wird Warendorf auf dem Gelände Linnenwiese eine Tagesgebühr von 15 Euro für Wohnmobil-Stellplätze erheben. Die neue Regelung hat bei Stammgästen Unmut ausgelöst – manche Camper kündigen an, den Standort künftig wegen der höheren Kosten komplett zu meiden.

Der Stadtrat hatte die Preiserhöhung im vergangenen Herbst einstimmig beschlossen, nachdem die CDU den Vorschlag eingebracht hatte. Die Stadtverwaltung hält die Gebühr für angemessen und verweist auf die zentrale Lage des Platzes in der Nähe der Gartenstraße sowie auf die verbesserten Ausstattungsmerkmale. Zudem lägen die Preise anderer vergleichbarer Standorte in der Region oft noch höher.

Aktuell verfügt das Gelände Linnenwiese über sechs Wohnmobil-Stellplätze, die alle in städtischem Besitz sind. Geplant sind weitere Aufwertungen, darunter neue Stromversorgungssäulen und Parksäulen, die im April installiert werden sollen. Trotz dieser Verbesserungen zeigen sich langjährige Besucher unzufrieden.

Günter Brossat, ein 83-jähriger Camper aus Unna, besucht den Wohnmobil-Stellplatz am Emssee in Warendorf seit zwei Jahrzehnten. Er bezeichnet die neue Gebühr als ungerecht und erklärt, sie werde ihn davon abhalten, wiederzukommen. Andere Camper teilen seine Kritik und warnen, dass die höheren Kosten Stammgäste vertreiben könnten.

Wer eine günstigere Alternative sucht, kann in Warendorf auf den Platz Wiesengrund ausweichen. Dort kostet eine Übernachtung etwa fünf Euro, allerdings sind die Einrichtungen dort auf das Nötigste beschränkt und bieten keine Zusatzleistungen.

Die Tagesgebühr von 15 Euro tritt im Frühjahr in Kraft und ersetzt das bisherige Preismodell. Während die Stadt auf die Vorzüge des Platzes und die geplanten Aufwertungen verweist, halten manche Camper die Kosten für überzogen. Als Alternative bleibt der Standort Wiesengrund – wenn auch mit eingeschränktem Service.

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