Willich streicht zwei Kita-Neubauten – Eltern protestieren gegen lange Wege für Kinder
Traude SchleichWillich streicht zwei Kita-Neubauten – Eltern protestieren gegen lange Wege für Kinder
Zwei geplante Kita-Neubauten in Willich wurden wegen Haushaltskürzungen und sinkender Anmeldezahlen gestrichen. Damit bleibt das generationenübergreifende Zentrum Reinershof das einzige noch laufende kommunale Neubauprojekt der Stadt. Unklar bleibt jedoch die Finanzierung, da ein externer Investor an der Entwicklung beteiligt ist.
Die Streichungen haben bei Familien vor Ort Besorgnis ausgelöst. Elternvertreter:innen und der Förderverein Kita Alperof richteten am 6. März einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch mit der Bitte um ein Gespräch. Bisher blieb eine Antwort aus.
Nun wird ein zweiter Brief vorbereitet, in dem die städtischen Angaben zu längeren Anfahrtswegen zu alternativen Betreuungsangeboten infrage gestellt werden. Die Initiative argumentiert, dass die Erreichbarkeit für viele Familien weiterhin ein zentrales Problem darstellt.
Als Reaktion auf die Schließungen haben Aktivist:innen die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" ins Leben gerufen. Sie fordert mehr wohnortnahe Kinderbetreuung, um lange Fahrzeiten für die Kleinsten zu vermeiden. Das Reinershof-Zentrum, das auch die Kita Alperof beherbergen wird, ist das letzte verbleibende Projekt dieser Art in Willich. Doch Details zur Finanzierung und der genauen Rolle des Investors bleiben vage.
Die Einstellung der beiden Kita-Projekte hinterlässt bei Eltern viele offene Fragen. Das Reinershof-Zentrum ist nun die einzige neue kommunale Einrichtung im Bau. Die Initiator:innen drängen weiterhin auf klarere Regelungen zur lokalen Kinderbetreuung und mehr Transparenz bei der Finanzierung.






