01 May 2026, 08:24

Willich streitet über höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterrabatt-Kürzungen

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien Hunderte von Dollar monatlich kosten können.

Willich streitet über höhere Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen Geschwisterrabatt-Kürzungen

In Willich eskaliert erneut der Streit um die Kosten für Kinderbetreuung, während die Stadt mit einem angespannten Haushalt kämpft. Nun prüft die Verwaltung neue Gebühren für Geschwisterkinder sowie strengere Regeln für die Elternbeiträge, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Die Pläne haben bereits Wut bei Eltern ausgelöst und stoßen auf Widerstand lokaler Initiativen.

Auslöser der Debatte war ein Vorschlag der CDU, Gebühren für Geschwisterkinder in Kitas, der Nachmittagsbetreuung und der Tagespflege einzuführen. Bisher erhalten Familien Rabatte für mehrere Kinder, doch die Stadt will diese Ermäßigungen kürzen, um rund 500.000 Euro einzusparen. Weitere 100.000 Euro sollen durch eine Deckelung der Elternbeitragserhöhungen auf drei Prozent hereinkommen.

Bürgermeister Christian Pakusch präzisierte später, dass es nicht um eine vollständige Streichung der Geschwisterrabatte gehe, sondern um eine Anpassung der Familienbeiträge. Dennoch lehnte der Jugendhilfeausschuss der Elternvertreter (JAEB) den Plan ab und argumentiert, er belaste Eltern zusätzlich, die ohnehin schon mit Personalmangel und Schließungen von Einrichtungen zu kämpfen hätten.

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Auch die SPD-Fraktion sprach sich gegen die Maßnahmen aus und schlug stattdessen Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro für den Haushalt 2026 vor. Unterdessen hat der Haupt- und Finanzausschuss die Verwaltung beauftragt, die aktuellen Regeln für Elternbeiträge zu überprüfen.

Die Anratherin Marlene Mendes kritisierte die Pläne scharf und nannte sie ungerecht – besonders in einer Zeit, in der die Kinderbetreuung bereits am Limit sei. Die anhaltenden Konflikte zeigen, wie tief die Probleme im Willicher Betreuungssystem sitzen, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet.

Nun steht die Stadt vor der schwierigen Entscheidung, entweder die Gebühren zu erhöhen oder alternative Wege zu finden, um den Haushalt auszugleichen. Änderungen bei Geschwisterrabatten oder Elternbeiträgen müssten jedoch erst von den lokalen Gremien abgesegnet werden. Eltern und Interessenverbände wehren sich weiter – wie die Sache ausgeht, bleibt ungewiss.

Quelle