24 April 2026, 16:22

Wuppertaler Apotheker fordert radikale Entlastung für überforderte Apothekenmitarbeiter

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden, an einer Straßenecke gelegen mit einer Straße unten sichtbar.

Wuppertaler Apotheker fordert radikale Entlastung für überforderte Apothekenmitarbeiter

David Kudlek, Inhaber der Klingelholl-Apotheke in Wuppertal, hat eine Reihe kühner Vorschläge vorgelegt, um die Arbeitsbelastung in Apotheken zu verringern. Seine Ideen sind Teil der Initiative "Nur mal so zur Info", die Reformvorschläge von Apotheker:innen zur Modernisierung der Apothekenregulierung sammelt.

Ein zentraler Punkt von Kudleks Konzept ist die Abschaffung der verpflichtenden Identitätsprüfung für Rezepturgrundstoffe. Derzeit müssen Apotheker jeden Rohstoff vor der Verwendung überprüfen. Sein Plan sieht vor, dass bei Vorlage eines gültigen Analysezertifikats auf weitere Tests verzichtet werden könnte. Diese Änderung würde, so Kudlek, erhebliche Personalkapazitäten freisetzen und unnötige Kosten sparen.

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Darüber hinaus schlägt er vor, die Dokumentationspflicht für Tierarzneimittel abzuschaffen. Kudlek argumentiert, dass diese Aufzeichnungen kaum Nutzen bringen, aber wertvolle Arbeitszeit binden. Noch umstrittener ist sein Vorschlag, die Temperaturprotokollierung in Apotheken einzustellen – mit dem Hinweis, dass Versandapotheken bereits ohne diese Verpflichtung auskommen.

Neben diesen konkreten Maßnahmen glaubt Kudlek, dass auch die Streichung kleinerer, sich summierender Verwaltungsaufgaben die Belastung weiter verringern würde. Die kumulierte Wirkung, so seine These, würde den Chemikalienabfall reduzieren, Lagerfläche freimachen und dem Personal mehr Zeit für wichtigere Aufgaben geben.

Ziel der Vorschläge ist es, den Apothekenbetrieb durch den Abbau überflüssiger Kontrollen und Bürokratie effizienter zu gestalten. Bei Umsetzung könnten sie Kosten senken, Zeit sparen und die Last für das oft überlastete Personal verringern. Die Serie "Nur mal so zur Info" sammelt weiterhin vergleichbare Ideen von Apotheker:innen aus dem gesamten Sektor.

Quelle