18 April 2026, 06:20

23 Millionen für fünf Schüler: Ibbenbürens umstrittenes Schulprojekt

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, mit Büchern und Stiften auf den Tischen und Papieren an der Wand dahinter.

23 Millionen für fünf Schüler: Ibbenbürens umstrittenes Schulprojekt

Ibbenbüren bekommt für fünf Schüler ein neues Gemeinschafts-Hauptschulgebäude für 23 Millionen Euro

Trotz nur fünf angemeldeter Schüler für das Schuljahr 2025/2026 erhält die Gemeinschaft-Hauptschule in Ibbenbüren ein neues Gebäude im Wert von 23 Millionen Euro. Die meisten politischen Parteien der Stadt unterstützen das Vorhaben, das eine moderne Lernumgebung für eine "inklusive Ganztagsschule" schaffen soll. Aktuell besuchen vor allem Kinder von Geflüchteten, Quereinsteiger sowie Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Schule.

Der Neubau wurde notwendig, nachdem zwei Teilstandorte der Schule zusammengelegt wurden. Zwar ist die Anmeldezahl derzeit gering, doch rechnet man jährlich mit Nachmeldungen. Viele Eltern in Ibbenbüren bevorzugen es, ihre Kinder auf ein Gymnasium – entweder die städtische oder die katholische Variante – zu schicken, um deren soziale Chancen zu verbessern. Dadurch bleibt die Hauptschule unterbesucht.

Die Schule verfügt zwar über ein Qualitätssiegel, räumte jedoch Schwächen in den Bereichen Störungsmanagement und differenzierte Unterrichtsgestaltung ein. Eltern fordern längere gemeinsame Lernphasen sowie Möglichkeiten, dass langsamer lernende Schüler an derselben Schule ihr Abitur erreichen können.

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Das Bildungssystem in Ibbenbüren umfasst zudem eine Gesamtschule, die jedoch auf vier Bildungsgänge pro Jahrgangsstufe beschränkt ist. Der Neubau der Hauptschule soll bis 2030 fertiggestellt werden und stellt eine langfristige Investition in die Bildungsinfrastruktur der Stadt dar.

Das 23-Millionen-Projekt schafft einen eigenen Lernort für die heterogene Schülerschaft der Hauptschule. Mit politischer Rückendeckung und inklusiven Plänen will die Schule den Bedürfnissen von Geflüchteten, Quereinsteigern und Kindern mit Förderbedarf gerecht werden. Die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen – unabhängig von den aktuellen Anmeldezahlen.

Quelle