Bergisch Gladbach will Industriegebiet West mit Vorkaufsrecht sichern
Stefanie GeißlerBergisch Gladbach will Industriegebiet West mit Vorkaufsrecht sichern
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat einen Plan vorgelegt, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West langfristig zu sichern. Die Initiative sieht ein Vorkaufsrecht für zentrale Grundstücke vor, um die wirtschaftliche Zukunft der Stadt abzusichern. Über den Vorschlag wird der Rat in seiner Sitzung am 2. Juli beraten.
Die geplante Satzung betrifft das Industriegebiet West, das zwischen der Innenstadt und Gronau liegt. Dazu gehört auch das Gelände von Saint-Gobain Isover, das etwa halb so groß ist wie das Zanders-Areal und im Herzen der Zone liegt.
Teile des Saint-Gobain-Geländes sind derzeit brachliegend oder nur teilweise erschlossen. Das Unternehmen hat seine Belegschaft in den vergangenen Jahren von 220 auf 60 Mitarbeiter reduziert. Dennoch betonte Unternehmenssprecher Michel Wenger, dass Saint-Gobain keinen Verkauf plane und weiterhin in den Standort investiere.
Der Vorschlag würde der Stadt die Möglichkeit einräumen, das 11 Hektar große Gelände bei Bedarf zu erwerben. Bürgermeister Marcel Kreutz unterstrich die Bedeutung, Gewerbeflächen für die langfristige Wirtschaftsentwicklung Bergisch Gladbachs zu erhalten. Zudem soll die Knappheit an gewerblichen Flächen in Innenstadtnähe behoben und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gefördert werden.
Der Stadtrat wird den Plan in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung am 2. Juli prüfen. Bei einer Zustimmung könnte die Satzung der Stadt ermöglichen, das Saint-Gobain-Isover-Gelände zu erwerben – und so die künftige Entwicklung des Industriegebiets West maßgeblich mitgestalten.






