Bielefelds Polizei startet Kampagne für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Stefanie GeißlerBielefelds Polizei startet Kampagne für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Bielefelder Polizei startet neue Verkehrssicherheitskampagne zum Schutz von Radfahrern, E-Scooter-Nutzern und anderen gefährdeten Verkehrsteilnehmern
Die Initiative folgt auf einen deutlichen Anstieg von Verletzungen: 2025 machten ungeschützte Verkehrsteilnehmer mehr als die Hälfte aller Verkehrsopfer aus.
Die unter dem Motto "Safe.Mobile.Life – Zwei Räder im Blick" geführte Aktion sieht verstärkte Kontrollen durch Beamte in der Nähe von Schulen, Kindergärten und bekannten Unfallschwerpunkten vor. Ziel ist es, die Einhaltung von Abstandsregeln, Abbiegevorschriften, Ausrüstungsstandards und allgemeiner Verkehrsvorschriften bei Radfahrern und E-Scooter-Fahrern durchzusetzen. Viele Unfälle gehen auf riskantes Verhalten zurück – etwa Falschfahren, Missachtung von Ampeln oder die Nutzung von Smartphones und Kopfhörern während der Fahrt.
Aktuelle Zahlen zeigen einen besorgniserregenden Trend: 2025 entfielen 51,3 Prozent aller Verkehrsverletzungen auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer – ein Anstieg um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren Kinder und Jugendliche, während sich die Zahl der E-Scooter-Unfälle um 82,35 Prozent erhöhte, vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Die Polizei wies zudem darauf hin, dass Autofahrer Radfahrer und E-Scooter-Nutzer häufig übersehen, was zu schweren oder tödlichen Zusammenstößen führt.
Langfristig orientiert sich die Kampagne an der "Vision Zero", einer Strategie, die Verkehrsopfer und -verletzungen drastisch reduzieren soll. Die Behörden betonen, dass Aufklärung sowohl Autofahrer als auch Zweiradnutzer erreichen muss – etwa durch Schulungen zu toten Winkeln und einem rücksichtsvolleren Miteinander im Straßenverkehr.
Die Aktion wird mit verstärkten Streifen und Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt. Durch die Kombination von Kontrollen und Prävention hofft die Polizei, die Unfallzahlen bei gefährdeten Verkehrsteilnehmern zu senken. Im Mittelpunkt steht die Vermeidung von Verletzungen durch konsequentere Regelbefolgung und mehr gegenseitigen Respekt im Straßenverkehr.






