23 May 2026, 02:29

Bistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft durch neue gGmbH-Strukturen

Neue Trägerstruktur für eine sichere Zukunft

Bistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft durch neue gGmbH-Strukturen

Das Bistum Münster reformiert die Unterstützung seiner 660 Kindertageseinrichtungen. Eine umfassende Umstrukturierung verlagert die finanzielle und administrative Verantwortung auf neu gegründete gemeinnützige Gesellschaften. Der Diözesanadministrator Antonius Hamers bezeichnete den Schritt als „unausweichlich“ – bedingt durch Änderungen bei der staatlichen Förderung der frühkindlichen Bildung.

Bis 2027 werden drei regionale gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung (gGmbHs) die Trägerschaft der Kitas übernehmen. Eine davon, die Kita gGmbH Niederrhein, wird für die Kreise Borken, Coesfeld und Recklinghausen zuständig sein. Eine weitere versorgt die Stadt Münster sowie die Kreise Steinfurt und Warendorf. Ziel der neuen Strukturen ist es, die langfristige finanzielle Stabilität der Einrichtungen zu sichern.

Das Bistum hat bereits 39,5 Millionen Euro im Haushalt 2026 für die Begleitung des Übergangs eingeplant. Das neue System sieht eine übergeordnete gGmbH vor, die flexibler auf Förderänderungen reagieren und das Management modernisieren soll. Gleichzeitig verringert sich der administrative Aufwand für die örtlichen Kirchengemeinden.

Bevor die Änderungen greifen, muss jede Pfarrei dem Wechsel der Trägerschaft und der Beteiligung an der gGmbH zustimmen. In Gesprächen mit lokalen Verantwortlichen werden rechtliche, finanzielle, personelle und strukturelle Fragen geklärt. Trotz der Neuordnung bleiben die Kitas eng mit ihren Gemeinden verbunden.

Die neue gGmbH-Struktur bündelt die finanzielle und operative Steuerung, bewahrt aber die Anbindung an die örtlichen Kirchen. Das Bistum erhofft sich dadurch mehr Flexibilität und Nachhaltigkeit. Die endgültigen Beschlüsse hängen von der Zustimmung der betroffenen Kirchengemeinden ab.

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