Bochum ringt um faire Taxi- und Uber-Preise bis zum Spätsommer
Julian KlingelhöferBochum ringt um faire Taxi- und Uber-Preise bis zum Spätsommer
Bochum prüft Ausgleich der Preise zwischen klassischen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber
Die Diskussion in Bochum über die faire Gestaltung der Tarife für traditionelle Taxis und digitale Fahrdienstvermittler wie Uber hat seit 2023 an Fahrt aufgenommen. Politiker und Behörden suchen nach Wegen, die Vorschriften zu modernisieren. Anders als das benachbarte Essen könnte Bochum auf strenge Preisvorgaben verzichten und stattdessen mehr Flexibilität zulassen.
2023 drehten sich die Debatten in Bochum noch um die Deckelung der Taxipreise, um lokale Anbieter zu entlasten. Bis 2024 hatte der Stadtrat dann einheitliche Höchsttarife für Uber und Bolt beschlossen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Essen ging hingegen einen anderen Weg: 2025 lehnte die Stadt Preisobergrenzen ab, um den Wettbewerb zu fördern, behielt aber strenge Sicherheitsauflagen für Fahrdienstvermittler bei.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Bochum setzt sich nun für eine flexiblere Preispolitik ein. Ihr Vorschlag sieht vor, dass Taxis ihre Tarife senken und Kunden vor Fahrtantritt Festpreise aushandeln können. Dies steht im Kontrast zu Essen, wo auf Mindestpreise für Fahrdienstvermittler verzichtet wurde.
Um die Strategie weiterzuentwickeln, hat Bochum ein Gutachten für ein neues Tarifmodell in Auftrag gegeben. Die Verwaltung zeigt sich offen für Anpassungen der Taxivorschriften, damit diese mit den appbasierten Alternativen mithalten können. Eine endgültige Entscheidung über das Tarifmodell wird bis zum Spätsommer erwartet.
Das Ergebnis der Bochumer Prüfung wird maßgeblich beeinflussen, wie Taxis und Fahrdienstvermittler künftig in der Stadt agieren. Sollte das neue Modell beschlossen werden, könnten Fahrgäste von mehr Preisflexibilität profitieren. Das Gutachten und die laufenden Debatten werden die endgültigen Regelungen bestimmen.






