Campingbranche im Wandel: Junge und digitale Käufer erobern den Markt
Gesine StolzeCampingbranche im Wandel: Junge und digitale Käufer erobern den Markt
Die Campingbranche passt sich an eine veränderte Kundschaft an – nach Jahren des Boomens
Eine neue Studie zeigt: Nach dem pandemiebedingten Nachfragehoch verjüngt sich die Kundschaft im Caravan- und Reisemobilsektor zusehends. Digital affine, jüngere Käuferinnen und Käufer gewinnen zunehmend an Marktanteilen. Dies markiert einen Wandel nach dem beispiellosen Anstieg der jährlichen Verkaufszahlen, die während der Corona-Jahre nahezu verdoppelt wurden.
Die Branche, vertreten durch den CIVD (Caravaning Industrie Verband Deutschland), vereint 208 Mitglieder aus den Bereichen Tourismus, Automobilwirtschaft und Reisegewerbe. Der 1962 gegründete Verband organisiert zudem jährlich den CARAVAN SALON in Düsseldorf. Um die aktuellen Entwicklungen besser zu verstehen, hat der CIVD gemeinsam mit der GfK eine detaillierte Marktanalyse in Auftrag gegeben.
Die GfK-Studie untersuchte die Veränderungen in den Werten und Einstellungen der Kundschaft von 2008 bis heute. Dabei zeigte sich: Die neuen Käufer, die während der Pandemie hinzukamen, unterscheiden sich in zentralen Punkten von der traditionellen Camper-Klientel. Die wachsende Gruppe ist tendenziell jünger und deutlich stärker digital vernetzt.
Zwar erlebten Caravans und Reisemobile während der Corona-Zeit einen Verkaufsboom, doch wirtschaftliche Belastungen und Lieferkettenprobleme haben das Wachstum seitdem gebremst. Der CIVD reagiert darauf mit einer Anpassung seiner Marketingstrategie – mit dem Ziel, die jüngere Zielgruppe gezielter anzusprechen und die Zukunft der Branche zu sichern.
Die Campingbranche steht heute vor anderen Herausforderungen als noch in den Hochphasen der Pandemie. Mit einem klareren Bild der sich wandelnden Kundschaft bereitet sie nun maßgeschneiderte Strategien vor, um die Nachfrage zu stabilisieren und eine neue Generation von Campern zu gewinnen.






