02 May 2026, 12:21

Dormagen gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit Schülerinitiative

Denkmal in einem Stadtplatz gewidmet an Holocaust-Opfer mit einem Baum davor, einem Topfgewächs auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Dormagen gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit Schülerinitiative

Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht in Dormagen

Im November dieses Jahres findet in Dormagen eine Gedenkfeier zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht statt. Die von örtlichen Schülerinnen und Schülern organisierte Veranstaltung erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Angriffe auf jüdische Gemeinden im Jahr 1938. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, teilzunehmen und über die historische Bedeutung dieser Nacht nachzudenken.

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Die Gedenkveranstaltung beginnt am Sonntag, dem 9. November 2025, um 18:00 Uhr auf dem jüdischen Friedhof an der Zonser Heide. Schülerinnen und Schüler der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums, der Hackenbroich-Realschule und des Leibniz-Gymnasiums Hackenbroich haben die Planung übernommen.

Bürgermeister Erik Lierenfeld wird die Feier mit einer Ansprache eröffnen. Anschließend wird Regina Nawrot, stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Dormagen-Kiryat Ono, ein Gebet sprechen. Zum Abschluss legen Bürgermeister Lierenfeld und Uwe Schunder, Vorsitzender desselben Vereins, einen Blumengruß nieder.

Besucher werden daran erinnert, dass männliche Gäste auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung tragen sollten. Eine begrenzte Anzahl an Kippot steht für diejenigen bereit, die keine eigene mitbringen. Im Anschluss an die Veranstaltung sind alle Teilnehmenden zu einem Empfang in der Friedenskirche Zons eingeladen, wo Suppe und Getränke gereicht werden.

Die Reichspogromnacht, auch bekannt als „Nacht der zerbrochenen Scheiben“, war ein von NS-Kräften und ihren Anhängern organisierter Terrorakt: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnhäuser zerstört. Die Gewalt markierte einen Wendepunkt in der Verfolgung jüdischer Menschen während der NS-Zeit.

Die Gedenkfeier bietet der Gemeinschaft die Möglichkeit, der Vergangenheit zu gedenken und im Zusammenhalt zu stehen. Nach der offiziellen Veranstaltung können die Teilnehmenden in der Friedenskirche bei Erfrischungen und Gesprächen zusammenkommen. Die Organisatoren rufen alle dazu auf, an dieser Mahnung zur Erinnerung teilzunehmen.

Quelle