03 May 2026, 10:18

Düren diskutiert umstrittene Rückkehr der Kita-Gebühren ab 2026

Ein einstöckiges Schulhaus mit einem "Willkommen in einer kinderfreundlichen Schule"-Schild, einem geparkten Auto, Topfpflanzen, Bäumen, Menschen, Strommasten und einem bewölkten Himmel.

Düren diskutiert umstrittene Rückkehr der Kita-Gebühren ab 2026

Der Kreistag von Düren kommt heute zusammen, um über die Wiedereinführung von Kita-Gebühren zu beraten. Diese Beiträge waren 2018 weitgehend abgeschafft worden, doch die steigende Verschuldung zwingt die Verantwortlichen nun zum Umdenken. Bis zum Ende der Sitzung wird eine Entscheidung über den Entwurf der neuen Verordnung erwartet.

Aktuell zahlen in Düren nur Familien mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro für die Kinderbetreuung. Nach den geplanten Änderungen würden die Gebühren im August 2026 wieder eingeführt – gestaffelt nach Einkommen. Eltern mit einem Jahresverdienst von bis zu 45.000 Euro bliebe die Betreuung kostenfrei, während andere je nach Betreuungsumfang monatlich zwischen 80 und 510 Euro zahlen müssten.

Mit dem Schritt soll die finanzielle Belastung für den Kreis und seine Kommunen verringert werden. Die Behörden schätzen, dass die Gebühren jährlich mehrere Millionen Euro einbringen könnten. Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert die Pläne jedoch scharf und wirft den Politikern vor, Versprechen zu brechen, die bei der Abschaffung der Gebühren gegeben wurden.

Die Bezirksregierung Köln hat Düren eine Frist bis zum 23. Oktober gesetzt, um die überarbeitete Verordnung vorzulegen. Sollte der Kreistag den Vorschlag heute ablehnen, wird eine neue Frist erteilt. Die Lage wird zusätzlich dadurch verkompliziert, dass am 1. November ein neu gewählter Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt antreten. Unklar ist daher, ob der aktuelle Entwurf Bestand haben oder überarbeitet werden wird.

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Die heutige Entscheidung wird darüber entscheiden, ob die Kita-Gebühren in Düren zurückkehren. Bei einer Zustimmung träten die Änderungen 2026 in Kraft, wobei einkommensschwache Familien befreit blieben. Das Ergebnis wird nicht nur die Finanzstrategie des Kreises prägen, sondern auch die Weichen für die neue Verwaltung stellen.

Quelle