Düren gedenkt Stalinismus-Opfern und feiert 35 Jahre deutsche Einheit
Traude SchleichDüren gedenkt Stalinismus-Opfern und feiert 35 Jahre deutsche Einheit
Gedenkveranstaltung in Düren ehrt Opfer des Stalinismus und markiert 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung
Eine Gedenkfeier in Düren würdigte die Opfer des Stalinismus und erinnerte zugleich an den 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Ursprünglich für Juni geplant, wurde die Veranstaltung auf Oktober 2025 verlegt, um sie mit dem historischen Jubiläum zu verbinden. Schülerinnen und Schüler, lokale Amtsträger sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen trafen sich am Mahnmal, um über Geschichte und Menschenrechte zu reflektieren.
Die Zeremonie fand am Mahnmal für die Opfer des Stalinismus in Düren statt. Bürgermeister Frank Peter Ullrich erinnerte in seiner Rede an die gewaltsame Niederschlagung des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR. Er betonte die Bedeutung, dieses Datum wachzuhalten, und mahnte, sich für die Verteidigung grundlegender Freiheitsrechte einzusetzen.
Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule beteiligten sich mit selbstgestalteten Plakaten, auf denen Parolen der DDR-Proteste zu lesen waren. Ihr Engagement wurde von Heiko Hendriks, dem Beauftragten der Landesregierung, ausdrücklich gewürdigt. Er dankte den Jugendlichen für ihr Mitwirken und ihr Interesse an der Aufarbeitung der Geschichte.
Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender des „Verbands der Opfer des Stalinismus (VOS)“, teilte persönliche Erlebnisse aus der Zeit des DDR-Regimes. Unter dem Motto „35 Jahre deutsche Wiedervereinigung – Sind wir angekommen?“ diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Errungenschaften, aber auch über die Pflicht des Erinnerns.
Die Veranstaltung unterstrich die anhaltende Bedeutung des 17. Juni 1953 und die Kämpfe für Freiheit im geteilten Deutschland. Durch die Verlegung auf Oktober 2025 knüpften die Organisatoren direkt an das Jubiläum der Wiedervereinigung an. Die Teilnahme von Jugendlichen und Zeitzeugen sicherte, dass das Vermächtnis des Widerstands gegen Unterdrückung weiterhin präsent bleibt.






