23 May 2026, 06:16

Düsseldorfer Mahnwachen halten Erinnerung an jüdisches Massaker wach

Leben für die Straßen riskieren

Düsseldorfer Mahnwachen halten Erinnerung an jüdisches Massaker wach

Wöchentliche Mahnwache in Düsseldorf gedenkt der Opfer eines jüdischen Massakers vor zwei Jahren

Seit Februar 2024 organisieren Eva Lindner und Rivkah Young in Düsseldorf jeden Woche eine Gedenkveranstaltung, die an die Opfer eines jüdischen Massakers vor zwei Jahren erinnert. Die Teilnehmenden halten das Andenken an die verlorenen Leben wach und fordern gleichzeitig Gerechtigkeit und mehr Bewusstsein für das Geschehene.

Anlässlich des zweiten Jahrestages der Tragödie tragen die Demonstranten Plakate mit Fotos von Geiseln, um sicherzustellen, dass ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Jeder Marsch endet mit einer gemeinsamen Botschaft in den sozialen Medien: „Bringt sie jetzt nach Hause.“

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Die Fotografin Eva Lindner dokumentiert die Veranstaltung seit der ersten Zusammenkunft. Ihre Bilder und Videos halten die feierliche, doch entschlossene Stimmung der Teilnehmenden fest. Die Mahnwachen haben auch lokale Politiker aufmerksam werden lassen, darunter Oberbürgermeister Stephan Keller, der die Gruppe für ihr Eintreten gegen die Barbarei lobte.

Rivkah Young, Mitinitiatorin der Aktion, hat dazu beigetragen, den Fokus auf Erinnerung und Handlung zu lenken. Die Plakate, die bei jedem Marsch prominent gezeigt werden, dienen als sichtbare Mahnung für diejenigen, die noch vermisst werden oder ihr Leben verloren haben. Über soziale Medien wird der Aufruf nach Verantwortung verstärkt und erreicht so ein breiteres Publikum über Düsseldorf hinaus.

Die wöchentlichen Mahnwachen sind zu einer beständigen Präsenz in der Stadt geworden – eine Mischung aus Trauer und der Forderung nach Veränderung. Durch Fotografien, Plakate und öffentliche Unterstützung sorgen die Organisatorinnen dafür, dass die Namen und Gesichter der Opfer im öffentlichen Bewusstsein bleiben. Die Wirkung der Aktion beschränkt sich längst nicht mehr auf die Straßen Düsseldorfs, sondern hallt auch im Netz und bei der lokalen Politik nach.

Quelle