Essen plant riesigen Solar-Carport auf dem Messegelände bis 2026
Julian KlingelhöferEssen plant riesigen Solar-Carport auf dem Messegelände bis 2026
Essen treibt den Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen im Rahmen seiner Klimastrategie voran. Der neue Umsetzungsplan der Stadt steht im Einklang mit den nationalen Zielen für erneuerbare Energien und soll die Vorgaben des Sustainable Energy and Climate Action Plan (SECAP) erfüllen. Ein zentrales Projekt – eine riesige Solar-Carport-Anlage auf dem Gelände der Messe Essen – soll im Herbst 2026 mit den Bauarbeiten beginnen, vorbehaltlich der finalen Genehmigungen.
Die Stadt hat 29.840 potenzielle Teilflächen für bodengestützte Photovoltaik(PV)-Anlagen identifiziert. Bei vollständiger Erschließung könnten diese Standorte eine Solarleistung von rund 538 Megawatt (MW) ermöglichen. Sechs Flächen wurden nun für eine detaillierte Prüfung vorselektiert, um ihre Eignung für großflächige Solarparks zu bewerten.
Essen hat bereits Fortschritte in der Solarenergie erzielt, indem es seit Januar 2022 Dachinstallationen auf Privatgebäuden fördert. Der aktuelle Schritt konzentriert sich auf Freiflächenanlagen und unterstreicht das Engagement der Stadt für erneuerbare Energien im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2023 (EEG 2023).
Eines der Leuchtturmprojekte ist der Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Auf einer Fläche von etwa 19 Hektar sollen rund 25.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 11 Megawatt Peak (MWp) installiert werden. Nach Inbetriebnahme könnte die Anlage den CO₂-Ausstoß um etwa 5.000 Tonnen pro Jahr reduzieren.
Der Bau des Solar-Carports auf der Messe Essen ist für den Herbst 2026 vorgesehen, sofern die endgültige Genehmigung erteilt wird. Bei Fertigstellung würde das Projekt einen wichtigen Meilenstein in Essens Ausbau der erneuerbaren Energien darstellen. Die weitergehende Strategie der Stadt umfasst zudem die Prüfung zusätzlicher Flächen, um die Solarstromerzeugung in der Region weiter auszubauen.






