Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum der Herbst 2025 besonders gefährlich wurde
Traude SchleichFahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum der Herbst 2025 besonders gefährlich wurde
Sorgen um Verkehrssicherheit im Rhein-Kreis Neuss nach Serie von Fahrradunfällen Ende 2025
Im Rhein-Kreis Neuss wachsen die Bedenken zur Verkehrssicherheit nach einer Reihe von Fahrradunfällen im Spätherbst 2025. Allein im November wurden drei schwere Vorfälle gemeldet, darunter Kollisionen mit einem E-Bike-Fahrer und einem alkoholisierten Radfahrer. Die Behörden rufen alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Vorsicht auf, da herbstliche und winterliche Bedingungen die Sichtverhältnisse verschlechtern und die Fahrbahnoberflächen rutschig machen.
Anfang November missachtete ein 14-jähriger E-Bike-Fahrer in Dormagen die Vorfahrt und verursachte dadurch einen schweren Zusammenstoß. Bei einem weiteren Unfall blieb das Reifen eines Radfahrers in den Straßenbahnschienen auf nasser Fahrbahn stecken, was zu Verletzungen führte. Unterdessen stürzte in Grevenbroich ein betrunkener Radfahrer, nachdem er auf glatten Laubblättern die Kontrolle verloren hatte, und zog sich eine schwere Kopfverletzung zu.
Diese Vorfälle bestätigen einen übergeordneten Trend in der Region: Im Oktober 2025 waren 21 Radfahrer in Unfälle verwickelt – weniger als in den Sommermonaten, aber dennoch besorgniserregend. Im gesamten Jahr 2025 wurden 609 Unfälle mit Fahrradfahrern (einschließlich Pedelec-Nutzern) registriert, wobei 101 schwer und 80 leicht verletzt wurden.
Die Polizei erinnert Radfahrer daran, die Verkehrsregeln einzuhalten, ausreichend Abstand zu halten und die Vorfahrtsbestimmungen zu beachten. Besonders betont wird die Bedeutung des Helmragtens, das das Risiko von Kopfverletzungen deutlich verringert. Helle, reflektierende Kleidung und funktionierende Fahrradbeleuchtung sind angesichts kürzerer Tageslichtphasen und verschlechterter Wetterbedingungen ebenso entscheidend. Auch Autofahrer werden aufgefordert, wachsam zu bleiben und rücksichtsvoll mit anderen Verkehrsteilnehmern umzugehen.
Nasse Straßen, schlechte Beleuchtung und eingeschränkte Sicht im Herbst und Winter tragen zu der steigenden Unfallzahl bei. Die Behörden appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, besonders achtsam zu sein, um weitere Vorfälle zu vermeiden.
Die jüngsten Unfälle unterstreichen die Notwendigkeit erhöhter Vorsicht in den kälteren Monaten. Radfahrern wird geraten, Helme, reflektierende Ausrüstung und eine ordnungsgemäße Beleuchtung zu nutzen, während Autofahrer besonders auf gefährdete Verkehrsteilnehmer achten müssen. Mit 181 verletzten Radfahrern im Jahr 2025 bleiben Sicherheitsmaßnahmen eine Priorität, um die Risiken im Rhein-Kreis Neuss zu minimieren.






