20 June 2026, 02:15

Freischwimmer-Abzeichen als Pflicht: Wer darf noch ins Freibad?

Schwimm-Meister fordern Bronze-Vorschrift für Minderjährige in Öffentlichen Schwimmbädern

Freischwimmer-Abzeichen als Pflicht: Wer darf noch ins Freibad?

In ganz Deutschland entzündet sich eine Debatte über die geplante Einführung des Freischwimmer-Abzeichens als Zugangsvoraussetzung für Kinder in öffentlichen Bädern. Der Vorschlag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stößt bei Politikern und Schwimmverbänden auf geteilte Reaktionen.

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Peter Harzheim, Präsident der DLRG, regte an, dass Betreiber kommunaler und privater Freibäder das Bronze-Schwimmabzeichen als verpflichtende Eintrittsbedingung einführen. Ute Vogt, ebenfalls von der DLRG, unterstützte den Vorstoß und betonte, dass Eltern und Aufsichtspersonen für die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen verantwortlich seien.

Christian Mankel, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB), nannte die Diskussion nachvollziehbar. Gleichzeitig warnte er, dass strikte Zugangsbeschränkungen Nichtschwimmer und schwache Schwimmer in unbewachte Gewässer drängen könnten – mit der Gefahr, dass sich dort mehr Unfälle ereignen.

Die Grünen-Politikerin Schahina Gambir kritisierte den Vorschlag als ausgrenzend. Er treffe vor allem einkommensschwache Familien ungleich härter, argumentierte sie. Gambir fügte hinzu, dass – falls eine solche Regelung komme – allen Kindern zunächst die Möglichkeit gegeben werden müsse, Schwimmen zu lernen. Das Bronze-Abzeichen bescheinigt grundlegende Schwimmfähigkeiten und soll sicherstellen, dass Kinder sich sicher im Wasser bewegen können.

Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich Sicherheit und Zugänglichkeit in öffentlichen Badeeinrichtungen bewertet werden. Während Befürworter darin einen wichtigen Schritt für mehr Kindersicherheit sehen, warnen Kritiker vor sozialer Ungleichheit und unbeabsichtigten Folgen.

Quelle