09 May 2026, 10:20

Gedenktafel für Historiker Dr. Ernst Schmidt in Essen enthüllt

Schwarze Tafel an einem Gebäude mit einer Hand darauf, wahrscheinlich ein Holocaust-Mahnmal mit eingravierten Text.

Gedenktafel für Historiker Dr. Ernst Schmidt in Essen enthüllt

Am 12. Oktober 2025 wurde am Kuhlmannsfeld-Haus eine Gedenktafel zu Ehren von Dr. Ernst Schmidt enthüllt. Die Feierstunde würdigte das Lebenswerk des verstorbenen Historikers, der sich jahrzehntelang der Aufarbeitung der Essener NS-Vergangenheit und der Arbeiterbewegung widmete. An der Veranstaltung nahmen Oberbürgermeister Rolf Fliß sowie lokale Amtsträger und Historiker teil.

Dr. Ernst Schmidt (1924–2009) war eine prägende Figur der Essener Geschichtsforschung. Jahrzehntelang erforschte er die NS-Zeit der Stadt und ihre Arbeitsgeschichte und veröffentlichte zahllose Schriften zu diesen Themen. Seine Arbeit trug maßgeblich zur Gründung der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge bei, die bis heute eine zentrale Anlaufstelle bleibt.

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Die Tafel ist Teil des Essen erinnert-Rundwegs, ein Projekt, das Schmidt 1985 selbst ins Leben rief. Es soll an Widerstandskämpfer, Opfer und historische Stätten der NS-Zeit erinnern. Die Finanzierung der Gedenktafel übernahm der Bezirksrat IV, während das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv die Einweihung gemeinsam ausrichteten.

Im Laufe seiner Karriere erhielt Schmidt zahlreiche Auszeichnungen für sein Engagement. Sein Wirken legte den Grundstein für Essens Erinnerungskultur und sorgt dafür, dass die schwierige Vergangenheit der Stadt sichtbar und zugänglich bleibt.

Die Tafel am Kuhlmannsfeld-Haus markiert einen weiteren Meilenstein in Essens Verpflichtung zur historischen Aufarbeitung. Sie steht als bleibende Würdigung von Schmidts Einsatz und den fortlaufenden Bemühungen, künftige Generationen zu informieren. Der Essen erinnert-Rundweg wird kontinuierlich erweitert – diese Neuaufnahme unterstreicht seine Bedeutung für das kollektive Gedächtnis.

Quelle