Geflügelpreise in NRW: Plötzlicher Preissprung im Oktober 2023 überrascht Verbraucher
Julian KlingelhöferHöhere Geflügelpreise vor dem St. Martinstag - Geflügelpreise in NRW: Plötzlicher Preissprung im Oktober 2023 überrascht Verbraucher
Geflügelpreise in Nordrhein-Westfalen zeigen starke Schwankungen im vergangenen Jahr
Im vergangenen Jahr haben sich die Geflügelpreise in Nordrhein-Westfalen deutlich verändert. Während die Kosten für das meiste Jahr 2023 sanken, verzeichnete der Oktober einen plötzlichen Anstieg um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Entwicklungen fallen in eine Phase, in der die Einfuhren von Gänsen aus Polen weiterhin hoch bleiben, während in der Branche Sorgen über die Vogelgrippe bestehen.
2022 mussten Verbraucher in Nordrhein-Westfalen für Geflügel weniger bezahlen als in den Jahren zuvor. Die Preise für frisches Geflügel sanken um 2,1 Prozent, während die Gesamtkosten für Geflügel um 1,6 Prozent zurückgingen. Der Trend deutete auf einen stabilen, wenn nicht sogar überversorgten Markt hin.
Doch im Oktober 2023 kehrte sich die Entwicklung um: Die Preise für frisches Geflügel stiegen um 8,5 Prozent, was den Gesamtanstieg der Geflügelpreise auf 7,8 Prozent im Vergleich zum Oktober 2022 trieb. Der deutliche Preissprung wirft Fragen nach möglichen Versorgungsengpässen auf.
Gänseimporte spielten im vergangenen Jahr eine bedeutende Rolle im Geflügelhandel der Region. Nordrhein-Westfalen führte 2022 insgesamt 657 Tonnen ganze Gänse im Wert von 1,9 Millionen Euro aus Polen ein – das entsprach 99 Prozent aller Gänseimporte des Bundeslandes.
Nun diskutieren Branchenexperten, ob die Vogelgrippe in den kommenden Monaten die Versorgung mit Gänsen und Enten beeinträchtigen könnte. Einige warnen vor möglichen Knappheiten, andere gehen davon aus, dass sich der Markt stabil halten wird.
Die jüngsten Preiserhöhungen markieren eine Wende nach einem Jahr sinkender Geflügelkosten. Da die Gänseimporte stark von Polen abhängen und die Risiken durch die Vogelgrippe weiterhin unberechenbar sind, könnte der Markt weitere Veränderungen erleben. Verbraucher und Händler werden die Entwicklung in den nächsten Monaten genau beobachten – insbesondere mögliche Anzeichen für eine Verknappung des Angebots.






