25 June 2026, 00:20

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Gelsenkirchen mit Vernetzung und Schulungen gegensteuert

#safeOnDuty: Chancen und Synergien des grenzüberschreitenden Austauschs / Diskussionsrunde des Präventionsnetzwerks #safeOnDuty beleuchtet lokale Zusammenarbeit zur Gewaltprävention

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Gelsenkirchen mit Vernetzung und Schulungen gegensteuert

Am Dienstag, dem 8. Juli 2025, veranstaltete das Präventionsnetzwerk #SicherImJob eine digitale SAFE HOUR. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die berufsübergreifende Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Gewalt am Arbeitsplatz. Fachleute aus den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Straßenunterhaltung berichteten über ihre Erfahrungen und Lösungsansätze.

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Thema der SAFE HOUR waren die Vorteile von Vernetzung und gemeinsamer Aktion gegen Gewalt. Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, sprach über die Belastung des Rettungspersonals. Er schilderte häufige verbale und körperliche Angriffe, die die Teams in den Kliniken an ihre Grenzen bringen.

Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, wies auf ähnliche Probleme im Schulbereich hin. Sie berichtete von täglichen Drohungen, Beleidigungen und einer wachsenden Respektlosigkeit unter Schüler:innen und Eltern.

Dr. Sascha Kaiser, Direktor bei Strassen.NRW, thematisierte die Herausforderungen im Straßenunterhalt. Mitarbeiter:innen sehen sich bei Aufgaben wie Vegetationspflege oder der Absicherung von Baustellen zunehmend Konflikten ausgesetzt. Solche Vorfälle behinderten nicht nur die Arbeit, sondern gefährdeten auch die Sicherheit des Personals, so Kaiser.

Christian Bredau von der Kriminalpräventiven Beratungsstelle der Polizei Gelsenkirchen gab Fachkräften Tipps zum Umgang mit gewalttätigen Situationen. Er betonte, dass Gewalt am Arbeitsplatz in vielen Branchen verbreitet sei. Als Reaktion habe Gelsenkirchen Strukturen wie den Runden Tisch Gewaltprävention sowie Schulungsprogramme für Straßenarbeiter:innen entwickelt, um die Zusammenarbeit zu verbessern.

Die Teilnehmenden waren sich einig: Nachhaltige Prävention erfordert gemeinsame Anstrengungen. Sie unterstrichen, dass die branchenübergreifende Zusammenarbeit entscheidend ist, um Beschäftigte wirksam zu schützen. Die Veranstaltungsreihe SAFE HOUR wird fortgesetzt; weitere Termine sind unter www.sicherimjob.nrw abrufbar.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Gewalt in verschiedenen Berufen ähnliche Herausforderungen mit sich bringt. In Gelsenkirchen gibt es bereits Lösungsansätze wie Schulungen, runde Tische und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Vorfälle zu reduzieren und Beschäftigte in Risikobereichen zu unterstützen.

Quelle