Grüne-Kandidatin gewinnt Kommunalwahl in Lohmar mit einer Stimme Vorsprung
Stefanie GeißlerGrüne-Kandidatin gewinnt Kommunalwahl in Lohmar mit einer Stimme Vorsprung
Eine Nachzählung in Lohmar hat den knappen Sieg der Grünen-Kandidatin Doris Kyri bei den Kommunalwahlen im September bestätigt. Sie sicherte sich ihren Sitz im Stadtrat mit nur einer Stimme Vorsprung vor ihrem AfD-Konkurrenten Dominik Ebenberger. Das Endergebnis lag bei 170 Stimmen für Kyri und 169 für Ebenberger.
Sechs Wähler hatten formal gegen das ursprüngliche Ergebnis Einspruch eingelegt und mögliche Fehler bei der Auszählung beanstandet. Ihre Beschwerden führten zu einer teilweisen Nachzählung im Wahlbezirk Lohmar V. Die Wahlhelfer prüften die Stimmzettel erneut, fanden jedoch keine Unstimmigkeiten – Kyris Führung blieb damit bestehen.
Die AfD hatte zudem eine Überprüfung von sieben zunächst für ungültig erklärten Stimmen gefordert. Doch auch hier bestätigte die Nachzählung die Ablehnung dieser Stimmzettel, sodass sich die Sitzverteilung nicht änderte. Der Lohmarer Stadtrat setzt sich nun aus 17 CDU- und sechs AfD-Mitgliedern zusammen.
Unterdessen deckte eine separate Nachzählung in der benachbart gelegenen Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid einen Fehler in einem Wahllokal auf: Die Stimmen für AfD und FDP waren versehentlich vertauscht worden. Dieser Patzer hatte jedoch keine Auswirkungen auf die Gesamtverteilung der Sitze. Der neu gewählte Rat tritt am Donnerstag, dem 13. November, zu seiner ersten Sitzung zusammen.
Die Nachzählungen in Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid haben die Streitigkeiten um die Stimmauszählungen beigelegt. Kyri behält ihr Direktmandat, und die sechs AfD-Sitze im Lohmarer Stadtrat bleiben bestätigt. Die Ergebnisse können nun ohne weitere rechtliche Anfechtungen umgesetzt werden.






