Grüne Senioren wehren sich gegen Bus-Sperrung in Solingen-Ohligs
Julian KlingelhöferGrüne Senioren wehren sich gegen Bus-Sperrung in Solingen-Ohligs
Die Grünen Senioren in Solingen haben den geplanten Ohligs City Ring gegen Kritik lokaler Vereine verteidigt. Sie argumentieren, dass die vorgeschlagenen Änderungen der Buslinien ältere Bewohner vor Probleme stellen würden. Die Gruppe besteht darauf, dass der öffentliche Nahverkehr für alle zugänglich bleiben muss – insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die Lennestraße für Busse vollständig gesperrt werden soll. Die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG fordern diese Maßnahme, doch die Grünen Senioren lehnen sie ab. Sie warnen, dass eine Sperrung der Straße für Busse die Haltestelle "Ohligs Markt" entfallen ließe und viele Passagiere zu längeren Fußwegen zwingen würde.
Solingen arbeitet seit einiger Zeit daran, die Verkehrsanbindungen in Stadtteilen wie Ohligs zu verbessern. Zu den jüngsten Aufwertungen zählen optimierte Busverbindungen und eine bessere Anbindung an den Regionalverkehr. Diskutiert werden auch eine mögliche Verlängerung der Wuppertaler Straßenbahn oder der Ausbau von Radwegen, während größere Schienenprojekte noch in der frühen Planungsphase stecken.
Die Grünen Senioren bezeichnen den City Ring als fairen Kompromiss: Er reduziere den Busverkehr in der Lennestraße, erhalte aber wichtige Haltestellen. Besonders betonen sie, dass ältere Menschen – die oft aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen auf den Bus angewiesen sind – mit längeren Wegen überfordert wären, etwa nach dem Einkaufen oder bei schlechtem Wetter.
Für die Gruppe geht es dabei um mehr als nur Verkehrspolitik. Sie stellen es als gesellschaftliche Frage dar und fordern die Planer auf, die Auswirkungen auf verschiedene Altersgruppen zu bedenken.
Klar positionieren sich die Grünen Senioren gegen eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse. Ihre Haltung unterstreicht die Notwendigkeit von Verkehrslösungen, die sowohl den Rückgang des Verkehrs als auch die Barrierefreiheit im Blick behalten. Im Fokus stehen für die Gruppe die Sorgen älterer Bürger, die weiterhin ohne unzumutbare Hürden zu wichtigen Einrichtungen gelangen müssen.






