19 March 2026, 14:28

Vonovia wächst 2025 mit Rekordmieten – doch die Kritik an Mietsteigerungen bleibt

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, identifiziert als das erste Haus in Deutschland, begleitet von strukturellen Plänen und Text auf Papier.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst 2025 mit Rekordmieten – doch die Kritik an Mietsteigerungen bleibt

Vonovia, Europas größter Wohnungsvermieter, meldet starkes Wachstum für 2025

Der Konzern verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Betriebserträge, angetrieben durch höhere Mieten, Immobilienverkäufe und Zusatzdienstleistungen. Nun will das Unternehmen seine Schulden schneller abbauen – durch den Verkauf von Beständen und eine Erhöhung der Dividende.

Die Maßnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Vonovia wegen steigender Mieten in die Kritik gerät, obwohl das Unternehmen gleichzeitig seinen Wohnungsbestand in Deutschland, Schweden und Österreich ausbaut.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) von Vonovia stieg 2025 um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn erreichte 1,54 Milliarden Euro, gestützt durch wachsende Mieteinnahmen, wertsteigernde Dienstleistungen und Wohnungsverkäufe. Die durchschnittliche Monatsmiete pro Quadratmeter erhöhte sich um 4,6 % auf 8,38 Euro – ein Wert, der bei Mietervereinen auf Skepsis stößt.

Der Deutsche Mieterbund warf dem Vermieter "drastische Mietsteigerungen" vor und bezichtigte das Unternehmen, gesetzliche Grenzen zu überschreiten. Trotz der Vorwürfe trieb Vonovia den Wohnungsbau voran: 2025 wurden 2.090 neue Wohnungen in den drei Kernmärkten fertiggestellt. Weitere 4.200 Einheiten befinden sich derzeit im Bau, langfristig sind über 65.000 zusätzliche Wohnungen geplant.

Um die Schulden schneller zu reduzieren, verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr 2.333 Wohnungen und plant, jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern. Zudem könnten nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte und Minderheitsbeteiligungen abgestoßen werden. Die Aktionäre profitieren von einer um drei Cent erhöhten Dividende, die nun bei 1,25 Euro pro Aktie liegt.

Der Gesamtbestand von Vonovia umfasst derzeit rund 531.000 Wohnungen mit einem Marktwert von 84,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen verfolgt nun einen aggressiveren Schuldenabbau als ursprünglich vorgesehen.

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Die Finanzzahlen zeigen ein stabiles Wachstum, getragen von steigenden Mieten und Immobilientransaktionen. Während die Schuldenreduzierung nun Priorität hat, wird Vonovia weiterhin Wohnungen verkaufen und gleichzeitig den Bestand ausbauen. Mietervereine bleiben jedoch kritisch gegenüber der Mietpreispolitik des Konzerns, der seine Expansionspläne konsequent vorantreibt.

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