18 March 2026, 18:20

Hagener Apotheken schließen bundesweit für faire Löhne und Reformen

Ein Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Americans zwei bis drei Mal so viel für die gleichen Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit ein paar Flaschen und einer Spritze darunter.

Hagener Apotheken schließen bundesweit für faire Löhne und Reformen

Apotheken in Hagen schließen am 23. März 2023 im Rahmen eines bundesweiten Protests

Am 23. März 2023 werden die Apotheken in Hagen ihre Türen schließen – eine seltene bundesweite Protestaktion. Damit wollen die Apothekerinnen und Apotheker Gesundheitsministerin Nina Warken unter Druck setzen, längst versprochene Reformen im Apothekenwesen endlich umzusetzen. Inhabende und Mitarbeiter fordern faire Löhne sowie eine Erhöhung der festen Abgabegebühr für Medikamente.

Im Mittelpunkt des Protests stehen Reformen, die zwar bereits im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart, aber noch nicht umgesetzt wurden. Die Apothekenbetreiber verlangen eine höhere Vergütung pro Rezept sowie überfällige Lohnanpassungen für ihre Angestellten. Sie werfen den Vertretern der Krankenkassen vor, bei Gehaltserhöhungen mit zweierlei Maß zu messen.

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Alle 27 Apotheken in Hagen bleiben an diesem Tag geschlossen, lediglich die Bereitschaftsapotheke Victoria in Wehringhausen hält für Notfälle geöffnet. Mitarbeiter aus allen Standorten werden nach Düsseldorf reisen, um sich einer größeren Kundgebung anzuschließen und so ihre Geschlossenheit zu demonstrieren.

Dies ist nicht die erste Aktion dieser Art. Bereits im November 2023 hatten sich rund 3.500 Apotheker aus Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt in Dresden versammelt, um ähnliche Missstände anzuprangern. Die Organisatoren betonen, dass solche drastischen Maßnahmen nur das letzte Mittel seien, und hoffen, dass künftige Verhandlungen weitere Schließungen vermeiden helfen.

Der Protest zielt direkt auf Gesundheitsministerin Nina Warken ab, die die vereinbarten Reformen endlich in die Tat umsetzen soll. Die Apothekeninhaber bestehen darauf, dass es bei dem Streik um faire Arbeitsbedingungen für das Personal und eine nachhaltige Finanzierung gehe. Zwar bleiben die Notdienste aufrechterhalten, doch die Branche warnt vor weiteren Einschränkungen, sollten ihre Forderungen ignoriert werden.

Quelle