21 March 2026, 20:19

Hamburger Bürgerinitiative kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Abstimmung am 12. Oktober

Menschen sitzen vor einem Gebäude mit Fenstern und Namensschildern auf dem Boden, umgeben von Flaschen und anderen Gegenständen, während sie an einer Klimaprotestaktion in Berlin teilnehmen, die von Bäumen und einem klaren blauen Himmel umgeben ist.

Kulturlandschaft setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburger Bürgerinitiative kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Abstimmung am 12. Oktober

Bürgerinitiative "Hamburgs Zukunft entscheiden" drängt auf strengere Klimamaßnahmen

Eine Bürgerinitiative mit dem Namen "Hamburgs Zukunft entscheiden" setzt sich für ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen in der Hansestadt ein. Ziel der Kampagne ist es, Hamburg bereits bis 2040 klimaneutral zu machen – fünf Jahre früher als bisher geplant. Unterstützt wird die Initiative von über 80 Kulturschaffenden und prominenten Schauspieler:innen, die in einem offenen Brief ihre Zustimmung zum Vorhaben bekundet haben.

Am 12. Oktober kommt es zu einer öffentlichen Abstimmung über die Initiative.

Die Kampagne strebt eine Änderung des Hamburger Klimaschutzgesetzes an, indem jährliche CO₂-Obergrenzen eingeführt werden sollen. Diese Ziele würden sich am bestehenden Klimaplan der Stadt orientieren, wobei jeder Sektor spezifische Reduktionsvorgaben erhält. Werden die festgelegten Grenzwerte überschritten, sollen Notfallmaßnahmen greifen, um Hamburg wieder auf Kurs zu bringen.

Ein zentraler Punkt ist die soziale Gerechtigkeit während der Transformation. Die Initiative schlägt Schutzmechanismen vor, um Mieter:innen vor hohen Kosten durch energetische Sanierungen zu bewahren. Vermieter:innen wiederum sollen über staatliche Förderprogramme finanzielle Unterstützung erhalten.

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Zu den prominenten Unterstützer:innen zählen Schauspieler wie Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann. Weitere Befürworter:innen sind Mirco Kreibich, Pheline Roggan, Merlin Sandmeyer, Pascal Houdus und Barbara Nüsse. Zwar wurden Kulturinstitutionen wie das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater und die Hamburger Kunsthalle mit der Kampagne in Verbindung gebracht, doch hatte bis zur Abstimmung keine von ihnen offiziell eine Unterstützung ausgesprochen.

Die Initiator:innen argumentieren, dass verbindliche Jahresziele und regelmäßige Überprüfungen entscheidend sind, um Hamburgs Klimaziele zu erreichen. Ohne diese Maßnahmen drohe die Stadt, ihre Verpflichtungen nicht einzuhalten, warnen sie.

Das Ergebnis der Abstimmung am 12. Oktober wird entscheiden, ob Hamburg strengere Klimaregeln einführen wird. Bei einer Annahme würde die Initiative jährliche Emissionskontrollen vorschreiben und bei Zielverfehlungen Korrekturmaßnahmen erfordern. Der Plan sieht zudem finanzielle Entlastungen für Vermieter:innen und Schutzmaßnahmen für Mieter:innen während von Gebäudesanierungen vor.

Quelle