Heino gibt umstrittenes Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann in Bad Belzig
Traude SchleichHeino gibt umstrittenes Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann in Bad Belzig
87-jähriger Schlagerstar Heino gibt Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann in Bad Belzig
Am Samstagabend trat der 87-jährige deutsche Sänger Heino in Bad Belzig (Brandenburg) bei einem Benefizkonzert für einen entlassenen Feuerwehrfunktionär auf. Die Veranstaltung sorgte für Aufsehen, nachdem Richard Mänder, ein ehemaliger Feuerwehrverantwortlicher, bei einer Meisterschaft eine umstrittene Strophe der deutschen Nationalhymne gespielt hatte. Nach dem Vorfall verlor Mänder seinen Posten – Anlass genug für Heinos Solidaritätsauftritt.
Das Publikum sang bei dem Konzert unter anderem den Klassiker Layla mit, der in der Vergangenheit wegen sexistischer Textzeilen kritisiert worden war, sowie weitere Evergreens wie Blaue Gentiane und Karamba, Karacho, ein Whisky.
Streit um Hymnen-Strophe führt zu Entlassung Der Eklat begann, als Mänder bei einer Feuerwehrmeisterschaft die erste Strophe des Deutschlandlieds spielte – einen Vers, der mit imperialistischer Tradition aus der NS-Zeit assoziiert wird. Daraufhin wurde er von seinen Ämtern enthoben. Mänder rechtfertigte sich später damit, die Version auf YouTube gefunden zu haben, und betonte, er habe nicht mit den Folgen gerechnet. Eine alleinige Schuld wies er von sich.
Heinos Manager: "Keine rechtsextremen Tendenzen" Heinos Manager Helmut Werner erklärte, das Konzert solle Mänder eine "zweite Chance" geben. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, der Sänger habe rechtspopulistische Ansichten. Werner verwies auf Heinos frühere Forderung nach einem Verbot der rechtsextremen AfD sowie dessen Wahlunterstützung für etablierte Parteien wie SPD und CDU.
Während des Auftritts feierte das Publikum Heino für eine Mischung aus Volksliedern und Schlager. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Schieske bezeichnete die Veranstaltung später auf Instagram als "gemeinschaftsstiftendes Ereignis".
Neue Feuerwehr-Sportgruppe geplant – doch Warnung vor Spaltung Mänder kündigte an, künftig jährliche Meisterschaften für eine neu gegründete Feuerwehr-Sportgruppe organisieren zu wollen. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes warnte jedoch, dies könnte die bestehende Feuerwehrgemeinschaft weiter spalten.
Symbolpolitik und innere Zerrissenheit Das Konzert spiegelte die anhaltenden Konflikte um historische Symbole und politische Positionierungen wider. Während Mänders Entlassung weiterhin besteht, unterstrich Heino mit seinem Auftritt seine Distanz zur extremen Rechten. Die Folgen der Veranstaltung könnten künftige Debatten über den Umgang mit der Nationalhymne und die Einheit der Feuerwehrverbände prägen.






