Henkel und LyondellBasell revolutionieren Toilettenblöcke mit nachhaltigem Kunststoffkäfig
Gesine StolzeHenkel und LyondellBasell revolutionieren Toilettenblöcke mit nachhaltigem Kunststoffkäfig
Henkel und LyondellBasell haben sich zusammengeschlossen, um einen nachhaltigeren Kunststoffkäfig für Henkels WC Frisch/Bref-Toilettenrandblöcke zu entwickeln. Das neue Design ersetzt herkömmliche erdölbasierte Materialien durch eine Mischung aus recycelten und biokreislauffähigen Rohstoffen. Beide Unternehmen werden die Innovation auf der K 2025 in Düsseldorf im Oktober dieses Jahres präsentieren.
Auch andere Firmen machen Fortschritte bei nachhaltigen Verpackungen. INEOS Olefins & Polymers hat begonnen, Pyrolyseöl zur Herstellung recycelter Polymere zu beziehen, während Elopak, Orkla und Dow Kartonverpackungen aus recycelten und biobasierten Kunststoffen auf den Markt gebracht haben.
Der Kunststoffkäfig für Henkels Toilettenblöcke besteht nun zu 30 % aus mechanisch recyceltem Kunststoff und zu 70 % aus biokreislauffähigen Rohmaterialien. Diese biobasierten Rohstoffe stammen aus Abfallströmen, etwa aus der Restverwertung von pflanzlichen Ölen. Möglich wird dies durch das CirculenRenew-Portfolio von LyondellBasell, das auf einem Massenbilanzansatz basiert.
Die neue Lösung ist ein direkter Ersatz für erdölbasierte Kunststoffe und bietet dieselbe Leistung, jedoch mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck. LyondellBasell gibt an, dass seine CirculenRenew-Polypropylen-Sorten die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen um bis zu 44 % reduzieren – und zwar bereits während der Produktion. Henkel und LyondellBasell werden das Produkt auf der K 2025 vorstellen, die vom 8. bis 15. Oktober in Düsseldorf stattfindet.
In einem separaten Schritt hat INEOS Olefins & Polymers am Standort Lavera in Frankreich begonnen, Pyrolyseöl zu beziehen – einen Rohstoff, der aus recyceltem Kunststoffabfall gewonnen wird. Das Unternehmen plant, ihn für die Herstellung recycelter Polymere zu nutzen und damit Kunden dabei zu unterstützen, die kommenden EU-Vorgaben für Recyclinganteile bis 2030 zu erfüllen.
Unterdessen haben Elopak, Orkla Home and Personal Care und Dow eine neue Kartonserie eingeführt. Diese kombiniert recyceltes Polyethylen mit biokreislauffähigen Polymeren und verringert so die Abhängigkeit von erdölbasierten Materialien weiter.
Der Wandel hin zu erneuerbaren und recycelten Materialien gewinnt in der Verpackungsindustrie an Fahrt. Die überarbeitete Verpackung der Toilettenblöcke von Henkel, die Pyrolyseöl-Initiative von INEOS sowie die neuen Kartons von Elopak, Orkla und Dow zielen allesamt darauf ab, Emissionen zu senken und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Diese Entwicklungen spiegeln die breiten Bestrebungen wider, erdölbasierte Kunststoffe durch kohlenstoffärmere Alternativen zu ersetzen.






