Karim Adeyemi drohen rechtliche Folgen nach Besitz verbotener Waffen
Stefanie GeißlerKarim Adeyemi drohen rechtliche Folgen nach Besitz verbotener Waffen
Borussia Dortmunds Stürmer Karim Adeyemi muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, nachdem gegen ihn ein Strafbefehl wegen Besitzes verbotener Gegenstände ergangen ist. Der 23-Jährige wurde nach dem deutschen Waffengesetz bestraft, weil er einen Schlagring und einen Elektroschocker besaß. Der Fall sorgt sowohl bei seinem Verein als auch in der Nationalmannschaft für Aufmerksamkeit.
Der Strafbefehl, der eine Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen vorsieht, ist seit dem 30. Oktober rechtskräftig. Weder Nationaltrainer Julian Nagelsmann noch DFB-Direktor Rudi Völler wurden von Adeyemi persönlich über den Vorfall informiert.
Völler bezeichnete das Geschehen als einen "dummen" Fehler eines jungen Menschen. Gleichzeitig betonte er, dass sich Adeyemi im Kader des Deutschen Fußball-Bundes stets vorbildlich verhalten habe. Der DFB hat bisher keine direkte Stellungnahme zur Zukunft des Spielers abgegeben, hatte in der Vergangenheit jedoch stets klare Positionen in Disziplinarfragen eingenommen.
In der Vergangenheit hatten ähnliche Fälle Auswirkungen auf die Nationalmannschaftskarrieren von Spielern. So musste etwa Antonio Rüdiger nach einem Vorfall auf dem Platz mit Konsequenzen rechnen, während Marc-André ter Stegen wegen eines Streits mit dem FC Barcelona über medizinische Daten Rückschläge in seiner Laufbahn in der Nationalelf hinnehmen musste. Ein direkter Zusammenhang zwischen Adeyemis Fall und künftigen Turnier-Nominierungen wurde jedoch bisher nicht hergestellt.
Bisher hat der DFB keine formalen disziplinarischen Maßnahmen gegen Adeyemi angekündigt. Die Geldstrafe bleibt vorerst die einzige bestätigte Sanktion. Die Angelegenheit wird voraussichtlich im Vorfeld der WM 2026 weiter geprüft.






