Kölner Oper soll 2026 inklusiver wiedereröffnen – nach teurer Sanierung und Hamburger Vorbild
Julian KlingelhöferZukünftiger Bürgermeister: Oper muss jetzt etwas zurückgeben - Kölner Oper soll 2026 inklusiver wiedereröffnen – nach teurer Sanierung und Hamburger Vorbild
Die Oper Köln soll im September 2026 nach Jahren kostspieliger Sanierung wiedereröffnen. Unterdessen hat Torsten Burmester, der künftige Oberbürgermeister der Stadt, das Haus aufgefordert, inklusiver zu werden. Sein Appell folgt einem erfolgreichen Vorbild aus der Hamburger Elbphilharmonie, wo der Ticketverkauf über Bibliotheken die Zusammensetzung des Publikums veränderte.
Burmester argumentiert, die Oper dürfe sich nicht länger ausschließlich an die traditionelle, gebildete Mittelschicht richten. Angesichts stark gestiegener Sanierungskosten sieht er die Einrichtung in der Pflicht, alle Bürgerinnen und Bürger einzubinden. Als Beispiel nannte er Hamburg, wo der Verkauf von Karten über städtische Bibliotheken den Zugang zu klassischer Musik demokratisierte.
Die Schließung der Oper Köln hat länger gedauert als geplant und die Kosten in die Höhe getrieben. Burmester betonte, dass das Haus nach der Wiedereröffnung die Vielfalt der Stadt widerspiegeln müsse. Sein Vorschlag umfasst eine bessere Zugänglichkeit der Aufführungen, damit alle Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft – Oper erleben können.
Zudem wies er darauf hin, dass die Oper nach den finanziellen Belastungen der Sanierung den Steuerzahlern etwas zurückgeben müsse. Durch die Übernahme eines Modells wie in Hamburg könnte die Oper Köln neue Zielgruppen gewinnen und die Verbindung zur Stadtgesellschaft stärken.
Die Rückkehr der Oper im Jahr 2026 markiert das Ende einer langen und teuren Modernisierung. Burmesters Forderung nach mehr Inklusion könnte den Betrieb des Hauses grundlegend verändern – inspiriert vom Hamburger Erfolg. Falls umgesetzt, könnten die Änderungen die Oper einem breiteren Publikum in Köln zugänglich machen.






