14 April 2026, 14:27

Kölner Seilbahn soll Nahverkehr revolutionieren – doch erst nach 2027

Eine Seilbahn fährt an einer Stadtstraße in San Francisco entlang, mit Fahrzeugen, einem Fußgänger und einem geparkten Van auf der Straße.

Kölner Seilbahn soll Nahverkehr revolutionieren – doch erst nach 2027

Kölner Verkehrsnetz könnte bald um eine Seilbahn erweitert werden

Ein neues Seilbahnsystem könnte schon bald Teil des Kölner Nahverkehrs werden. Der Vorschlag, entwickelt vom Thinktank Urban Netways und der Technischen Hochschule Köln, zielt darauf ab, Lücken im bestehenden Verkehrsangebot der Stadt zu schließen. Erste Studien deuten darauf hin, dass das Projekt sowohl machbar als auch klimafreundlich ist.

Die Idee gewann erstmals an Fahrt, nachdem eine Studie der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) aus dem Jahr 2023 bestätigt hatte, dass eine Seilbahn Busse, Straßenbahnen und Züge sinnvoll ergänzen könnte. Zwei mögliche Strecken sind bereits skizziert: eine sieben Kilometer lange Verbindung vom Chorweiler Center nach Leverkusen sowie eine weitere Linie, die vom Zoo über den Deutzer Hafen bis zum Ubierring führen soll. Beide Strecken würden mit einer konstanten Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde betrieben – und damit etwa so schnell sein wie andere öffentliche Verkehrsmittel.

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Das System soll vor allem bisher schlecht angebundene Stadtteile erschließen und den Bewohnern neue Mobilitätsoptionen eröffnen. Bei geschätzten Kosten von 125 Millionen Euro gehen die Planer davon aus, dass das Projekt bei politischer Zustimmung zügig umgesetzt werden könnte. Eine endgültige Entscheidung wird es jedoch erst nach den nächsten Kommunalwahlen geben, die frühestens nach 2027 anstehen.

Falls genehmigt, würde die Seilbahn eine neue Möglichkeit bieten, durch Köln zu reisen – und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Auto verringern. Die Befürworter des Projekts betonen besonders die verbesserte Vernetzung und die potenziellen Klimavorteile. Doch bis es soweit ist, wird es noch Jahre dauern: Die Stadt muss zunächst das Ergebnis der anstehenden Wahlen abwarten.

Quelle