KSI in der Kritik: Altes Video mit Gewalt-Witz gegen Schwangere sorgt für Empörung
Stefanie GeißlerKSI in der Kritik: Altes Video mit Gewalt-Witz gegen Schwangere sorgt für Empörung
„Britain’s Got Talent“-Juror KSI gerät nach altem Video mit Gewalt-Witz gegen Schwangere in die Kritik
Der Britain’s Got Talent-Juror KSI sieht sich mit massiver Kritik konfrontiert, nachdem ein Video aus dem Jahr 2017 wieder aufgetaucht ist, in dem er Witze über Gewalt gegen schwangere Frauen macht. Der ursprünglich auf YouTube veröffentlichte, später jedoch gelöschte Clip hat scharfe Verurteilung von Seiten von Initiativen gegen häusliche Gewalt ausgelöst.
In dem Video erklärt KSI – mit bürgerlichem Namen Olajide William Olatunji – seiner Mutter, er würde „dem Baby einen Schlag verpassen“, falls eine Frau ohne Verhütung von ihm schwanger würde, statt auf Schutz zu achten. Seine Mutter hatte ihn zuvor ermahnt, stets ein Kondom zu benutzen. Die Äußerung fiel im Rahmen eines Gesprächs, das später von der Plattform entfernt wurde.
Eine Sprecherin der Organisation Women’s Aid verurteilte die Bemerkung scharf und betonte, dass derartige „Witze“ gefährliches Verhalten verharmlosten. Solche Aussagen bagatellisierten die Schwere von Gewalt gegen Frauen, die lebensbedrohlich enden könne.
KSI, der ursprünglich als Mitglied der YouTube-Gruppe The Sidemen bekannt wurde, hat sich inzwischen zu der Kontroverse geäußert. Eine ihm nahestehende Quelle erklärte, das Video sei fast ein Jahrzehnt alt, und er bereue seine Worte heute. Seine damaligen Aussagen wurden als „dumm und falsch“ bezeichnet.
Es ist nicht das erste Mal, dass KSI für seine Online-Inhalte in der Kritik steht. 2023 kündigte er eine Pause von sozialen Medien an, nachdem er für eine rassistische Äußerung in einem Parodie-Video heftig angegriffen worden war.
Der erneut aufgetauchte Clip hat die Debatte über die Verantwortung für frühere Online-Aussagen neu entfacht. Women’s Aid betont, dass gewaltverherrlichende Sprache – selbst im Scherz – eine Kultur fördere, die Missbrauch verharmlost. Vertreter KSIs haben bisher keine weitere öffentliche Stellungnahme abgegeben.






