Lübecks neuer Rundweg verbindet Mittelalter, Natur und Stadtblicke auf einmal
Traude SchleichLübecks neuer Rundweg verbindet Mittelalter, Natur und Stadtblicke auf einmal
Ein malerischer Spaziergang durch Lübeck verbindet Geschichte, Natur und Stadtpanorama
Eine neue Rundwanderung in Lübeck bietet Besuchern eine Mischung aus Geschichte, Natur und Blick auf die Stadt. Die Route beginnt an der Frith-Reuter-Eiche im Stadtpark und führt durch bedeutende Sehenswürdigkeiten, bevor sie im Draeger-Park endet. Unterwegs folgen Wanderer einem Abschnitt des historischen Kreuzwegs, eines 1.650 Meter langen Pilgerpfads aus dem Jahr 1482.
Der Spaziergang startet an der Frith-Reuter-Eiche, einem bekannten Baum im Lübecker Stadtpark. Von dort aus geht es in Richtung Stadteingang, bevor die moderne Klughafen-Brücke überquert wird. Weiter führt der Weg am Hubbrückenturm vorbei, an dem ein Mosaik des Lübecker Stadtwappens prangt.
Der Pfad setzt sich durch das ruhige Naturschutzgebiet Lauerholz fort und bietet eine willkommene Abwechslung zum städtischen Umfeld. Ein Höhepunkt erwartet die Wanderer später, wenn die Route Abschnitte des Kreuzwegs folgt – eines mittelalterlichen Pilgerwegs, den der Kaufmann Hinrich Konstin nach Vermessung des ursprünglichen Jerusalemer Wegs anlegte. Diese Strecke aus dem 15. Jahrhundert beginnt an der St.-Jakobi-Kirche und endet am Jerusalemsberg, einem künstlich aufgeschütteten Hügel mit einem Kalksteinrelief der Kreuzigung Christi aus dem Jahr 1493.
Letzte Station der Tour ist der Draeger-Park, von dem aus sich ein Panoramablick auf die Lübecker Altstadt bietet. Der Jerusalemsberg, ein geschütztes Kulturdenkmal, bleibt ein zentraler Punkt des Spaziergangs – besonders, da er traditionell das Ende des Kreuzwegs markiert, der noch heute am Karfreitag von Hunderten Gläubigen begangen wird.
Die Wanderung vereint Lübecks mittelalterliches Erbe mit natürlichen und modernen Sehenswürdigkeiten. Von der Via Dolorosa bis zur Klughafen-Brücke erleben Spaziergänger ein Stück Geschichte, bevor die Tour mit einem Blick auf die Altstadt endet. Die Route ist ganzjährig für Einheimische und Touristen geöffnet.






