11 April 2026, 00:23

Meerbusch boomt mit mehr Jobs – doch die Digitalisierung stockt

Ein Kreisdiagramm mit der Überschrift "Wirtschaftszensus: Die Grundlage für die Messung der Geschäftstätigkeit in der US-Wirtschaft" mit beschrifteten Abschnitten, die seine Rolle bei der Verfolgung der wirtschaftlichen Aktivität in den USA erklären.

Meerbusch boomt mit mehr Jobs – doch die Digitalisierung stockt

Meerbusch verzeichnet starken Anstieg der Beschäftigung – doch Digitalisierung hinkt hinterher

In den vergangenen 25 Jahren hat Meerbusch einen deutlichen Beschäftigungsaufschwung erlebt: Seit 1999 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um mehr als die Hälfte gestiegen. Eine aktuelle Unternehmensbefragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zeigt sowohl Stärken als auch Handlungsfelder in der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt auf.

Stand 30. Juni 2024 zählte Meerbusch 14.093 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte – ein Plus von 52,4 Prozent im Vergleich zu 1999. Die IHK analysiert Meerbusch alle fünf Jahre als Wirtschaftsstandort und bezieht dabei Rückmeldungen lokaler Unternehmen ein.

An der jüngsten Umfrage beteiligten sich rund 130 ansässige Betriebe mit zusammen etwa 3.100 Beschäftigten. Im Durchschnitt bewerteten die Unternehmen den Standort Meerbusch mit der Note 2,41. Besonders gut schnitt die Erreichbarkeit ab, die mit 1,98 benotet wurde – ein Spitzenwert.

Die positive wirtschaftliche Lage spiegelt sich auch in der Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent (Stand 2024) wider, die sowohl unter dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen (NRW) als auch unter dem Kreisdurchschnitt liegt. Zudem verfügt Meerbusch über eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft von 128,3 – deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Bürgermeister Christian Bommers begrüßte die Einschätzung der IHK, räumte jedoch ein, dass die Digitalisierung schneller voranschreiten müsse. Viele Befragte kritisierten vor allem Verzögerungen bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Die IHK empfahl zudem, den Ausbau des Gewerbegebiets Strümper und den Bau der Kreisstraße 9n zu beschleunigen.

Die Umfrageergebnisse zeigen: Meerbusch schneidet in zentralen Wirtschaftsbereichen gut ab, etwa bei Erreichbarkeit und Kaufkraft. Doch um als attraktiver Wirtschaftsstandort langfristig zu bestehen, muss die Stadt die Digitalisierung und Infrastrukturprojekte zügig vorantreiben.

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