19 March 2026, 12:22

Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers hat eine neue Initiative gestartet, um das Gedenken an die jüdische Geschichte der Stadt zu bewahren. In der kürzlich veröffentlichten Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" werden die wenigen verbliebenen Zeugnisse jüdischen Erbes erkundet – von der frühen Gemeinde bis zu den dunklen Jahren der nationalsozialistischen Verfolgung. Das Projekt erhält zudem offizielle Unterstützung von Bürgermeisterin Julia Zupancic, die nun die Schirmherrschaft über den Verein übernommen hat.

Die Broschüre beleuchtet die jüdische Vergangenheit Moers' und thematisiert unter anderem die ehemalige Synagoge, die Stolpersteine sowie die Deportationen während der NS-Zeit. Sie porträtiert auch jüdische Bürger wie Dr. Hermann Bähr und Maria Djuk, die vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten noch volle Bürgerrechte besaßen. Für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen der Stadt erhältlich, soll die Publikation die lokale Geschichte einem breiten Publikum zugänglich machen.

Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Einbindung jüngerer Generationen. Der Lehrer Daniel Schirra und der ehemalige Schüler Julian Müller, beide Vorstandsmitglieder, binden Schulen aktiv in die Arbeit der Gesellschaft ein. Ihre Bemühungen stellen sicher, dass Schülerinnen und Schüler die jüdische Geschichte Moers' kennenlernen und die Bedeutung der Bekämpfung von Antisemitismus verstehen.

Bürgermeisterin Julia Zupancic traf sich kürzlich mit dem Vorstand des Vereins, um ihre Schirmherrschaft offiziell bekannt zu geben. Sie betonte ihr Engagement für die Bewahrung jüdischen Erbes und den Kampf gegen Vorurteile in der Stadt. Das bundesweit gut vernetzte Engagement der Gesellschaft war maßgeblich dafür, dass Moers mit der renommierten Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde – eine Ehre, die zuvor bereits lokalen Persönlichkeiten wie Heinz Kremers und Nikolaus Schneider für ihren Beitrag zum christlich-jüdischen Dialog zuteilwurde.

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Die neue Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin markieren einen erneuten Aufbruch, um das jüdische Erbe Moers' lebendig zu halten. Der Verein setzt seine Aufklärungsarbeit fort, insbesondere an Schulen, um Bewusstsein und Verständnis zu fördern. Die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" ist nun an verschiedenen öffentlichen Orten für alle erhältlich, die sich mit der Vergangenheit der Stadt auseinandersetzen möchten.

Quelle