Mönchengladbach gewinnt hitziges Rhein-Derby nach drei Elfmetern und VAR-Drama
Stefanie GeißlerMönchengladbach gewinnt hitziges Rhein-Derby nach drei Elfmetern und VAR-Drama
Borussia Mönchengladbach sichert sich mit 3:1 den Sieg im hitzigen Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln
In der emotional aufgeladenen Partie zwischen den Erzrivalen fiel die Entscheidung erst nach drei Elfmetern – zwei davon nach VAR-Eingriffen. Schiedsrichter Deniz Aytekin räumte im Nachhinein ein, dass eine seiner Entscheidungen zu streng ausgefallen sei.
Schon früh im Spiel pfiff Aytekin nach Videobeweis auf Elfmeter, nachdem er einen direkten Kniekontakt erkannt hatte. Haris Tabaković von Mönchengladbach scheiterte jedoch mit seinem Versuch. Später traf Kevin Diks vom Punkt, nachdem der VAR ein übersehenes Handspiel von Kölns Kristoffer Lund aufgedeckt hatte.
In beiden Fällen hatte Aytekin zunächst weiterlaufen lassen, bevor er seine Entscheidungen nach dem Monitorcheck revidierte. Der dritte Elfmeter gegen Ragnar Ache bezeichnete der Unparteiische selbst als eine "harte, nicht immer gegebene" Strafe. Trotz aller Kontroversen gelang Luca Waldschmidt in der Schlussphase noch der Anschlusstreffer per Foulelfmeter – Endstand 1:3.
Nach dem Spiel kritisierte Kölns Trainer Lukas Kwasniok den Videobeweis scharf: Er störe den Spielfluss und untergrabe die Autorität des Schiedsrichters. Sportdirektor Thomas Kessler, der Aytekin zwar als einen der besten Unparteiischen Deutschlands lobte, hinterfragte, wann Schiedsrichter künftig stärker auf den VAR-Bildschirm vertrauen sollten.
Mit dem Sieg festigt Mönchengladbach seine Tabellenposition, während der 1. FC Köln weiterhin ohne Derby-Sieg bleibt. Aytekins Eingeständnis zur umstrittenen Elfmeter-Entscheidung befeuert erneut die Debatte um den Einfluss des Videobeweises im Fußball. Beide Teams blicken nun mit gemischten Gefühlen auf ihre nächsten Spiele – die Frustration über die Schiedsrichterleistungen sitzt tief.






