NRW setzt auf freiwillige Rückkehr: Warum abgelehnte Asylbewerber selbst gehen
Julian KlingelhöferNRW setzt auf freiwillige Rückkehr: Warum abgelehnte Asylbewerber selbst gehen
Nordrhein-Westfalen drängt auf mehr freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber
Die Landesregierung hat ihre Unterstützungsprogramme ausgebaut, um Rückkehrer besser zu begleiten und freiwillige Ausreisen attraktiver zu gestalten. Allein über das Projekt in Hamm haben in den vergangenen drei Jahren bereits 753 Menschen dieses Angebot genutzt.
Mahammad Zeynalov, ein Asylbewerber aus Aserbaidschan, plant nach der Ablehnung seines Antrags nun die Rückkehr in seine Heimat. Statt einer drohenden Abschiebung entschied er sich für die freiwillige Ausreise. Eine andere Familie, die Demirs, verließ Deutschland sogar noch vor dem Abschluss ihres Asylverfahrens. Sie erhielten 6.000 Euro an finanzieller Unterstützung, um sich in Aserbaidschan eine neue Existenz aufzubauen.
Die Landesregierung betont, dass freiwillige Rückkehren Kosten sparen und Konflikte vermeiden. Ein einzelner Charterflug zur Abschiebung nach Pakistan kostete kürzlich über 400.000 Euro. Rückkehrberatungen bieten dagegen praktische Hilfe – einige ehemalige Klienten haben später in ihren Herkunftsländern sogar eigene Unternehmen gegründet.
Um die Zahlen zu steigern, fördert Ministerin Josefine Paul 24,5 neue Beratungsstellen. Dennoch gibt es weiterhin Forderungen, Zwangsabschiebungen für diejenigen zu verstärken, die sich weigern, das Land zu verlassen.
Seit 2021 hat das Hamm-Projekt 753 freiwillige Ausreisen organisiert. Mit erweiterten Beratungsangeboten und finanziellen Anreizen will die Regierung diese Option noch attraktiver machen. Doch die hohen Kosten von Abschiebungen bleiben für die Behörden eine Herausforderung.






