Personaloser Supermarkt in Frömern füllt Versorgungslücke nach Bäckereischließung
Julian KlingelhöferPersonaloser Supermarkt in Frömern füllt Versorgungslücke nach Bäckereischließung
Automatisierter Supermarkt ohne Personal eröffnet in Frömern
In Frömern, einem kleinen Ortsteil von Fröndenberg, hat ein neuer, komplett personalfreier Supermarkt seine Türen geöffnet – und schließt damit eine Versorgungslücke, die durch die Schließung lokaler Geschäfte entstanden war. Der "Tante M"-Laden kommt ohne Mitarbeiter aus: Ein kartengestütztes Zugangssystem ermöglicht es Kunden, eigenständig einzukaufen und zu bezahlen. Für die Bewohner war es zuvor schwierig geworden, Alltagsprodukte zu besorgen, nachdem die letzte Bäckerei vor Ort dichtgemacht hatte.
Die Filiale in Frömern wurde von der Franchisenehmerin Anna Kirksov ins Leben gerufen, die darin eine Chance sah, sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen und gleichzeitig das fehlende Einkaufsangebot in ländlichen Regionen zu verbessern. Der Laden hat täglich von 5 bis 23 Uhr geöffnet und führt rund 1.200 Artikel – darunter frisches Gemüse und Backwaren.
Bis Mitte 2026 sollen mindestens fünf weitere "Tante M"-Standorte in Deutschland eröffnen. Die nächste Filiale in Fröndenberg (Nordrhein-Westfalen) startet am 20. März, gefolgt von Läden in Lalling (Niederbayern) und Wunsiedel (97 Kilometer von Lalling entfernt) noch im selben Monat. Zwei weitere Eröffnungen sind für Oybin (2. April) und Wertheim (Juni) geplant, wodurch die Kette ihre Präsenz in Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg ausbaut.
Das Konzept ist in Nordrhein-Westfalen noch selten: Bisher gibt es dort nur zwei "Tante M"-Filialen. Parallel testet auch die Genossenschaftskette Enso ein ähnliches Modell ohne Personal und plant die Eröffnung eines Standorts in Unna-Hemmerde.
Der neue Supermarkt in Frömern erleichtert den Bewohnern den Zugang zu Lebensmitteln – besonders nach dem Wegfall der letzten Bäckerei. Mit fünf weiteren geplanten Filialen wird das "Tante M"-Modell in mehreren Bundesländern wachsen und könnte so eine Lösung für unterversorgte ländliche Gemeinden bieten.






