Polizeifahndung am Bielefelder Hauptbahnhof endet mit spektakulärer Festnahme
Stefanie GeißlerPolizeifahndung am Bielefelder Hauptbahnhof endet mit spektakulärer Festnahme
Am 13. Mai wurde ein 23-jähriger Pole am Hauptbahnhof Bielefeld festgenommen. Er war ohne gültiges Ticket in einen ICE von Hannover eingestiegen. Später stellte sich heraus, dass gegen ihn mehrere Haftbefehle vorlagen.
Bundespolizisten nahmen den Mann nach seiner Ankunft in Bielefeld in Gewahrsam. Dabei fanden sie heraus, dass er erst drei Monate zuvor, im Februar 2024, nach Polen abgeschoben worden war. Das Ausländeramt Aurich hatte ihm bereits die Freizügigkeit entzogen, sodass er nicht mehr unbegrenzt nach Deutschland einreisen durfte.
Die Ermittlungen förderten eine lange kriminelle Vergangenheit zutage: Seit 2017 war der Mann in über 100 rechtliche Konflikte verwickelt. Gegen ihn lagen 14 aktuelle Haftbefehle vor, vor allem wegen Eigentumsdelikten und Körperverletzung. Sieben Staatsanwaltschaften waren über seinen Aufenthalt in Deutschland informiert worden.
Nach der Festnahme wurde der Mann in Polizeigewahrsam genommen. Er bleibt bis zur Klärung der Vorwürfe in Untersuchungshaft. Seine vorherige Abschiebung und die umfangreiche Vorstrafenliste dürften die weiteren juristischen Schritte beeinflussen. Die Polizei ermittelt weiterhin zu seinen jüngsten Aktivitäten in Deutschland.
