Raffinierter Telefonbetrug: Seniorin verliert sechsstelligen Betrag über ihr Girokonto
Traude SchleichRaffinierter Telefonbetrug: Seniorin verliert sechsstelligen Betrag über ihr Girokonto
Eine ältere Frau aus Mülheim ist Opfer eines raffinierten Telefonbetrugs geworden und hat dabei einen sechsstelligen Betrag an Betrüger verloren, die sich als Sicherheitsmitarbeiter ausgaben. Die Täuschung begann mit einer gefälschten Warnmeldung auf ihrem Smartphone, die schließlich zu einem langen Telefonat führte, in dem sie dazu gebracht wurde, Geld auf ein Girokonto zu überweisen.
Der Betrug nahm seinen Lauf, als die Geschädigte eine Push-Nachricht auf ihrem Handy erhielt – angeblich von ihrer Handels-App. Darin wurde sie aus Sicherheitsgründen aufgefordert, eine bestimmte Nummer anzurufen. Als sie dies tat, gab sich der Anrufer als Mitarbeiter des Sicherheitsteams der App aus und behauptete, Betrüger hätten ihr Girokonto genutzt, um Kryptowährung zu kaufen.
Während des Gesprächs überredete der Hochstapler die Frau, eine Fernwartungssoftware auf ihrem PC zu installieren. Dadurch konnte der Betrüger die Kontrolle über ihren Computer übernehmen und sie Schritt für Schritt anleiten, sich in ihr Bankkonto einzuloggen. In mehreren Transaktionen überwies sie schließlich eine hohe Summe auf ein Konto, das sie für ein "sicheres Konto" hielt.
Erst als das Limit ihres Girokontos erreicht war, endete das Telefonat. Nach dem Auflegen wurde die Frau misstrauisch und erstattete umgehend bei der Polizei Anzeige.
Laut örtlichen Aufzeichnungen gibt es in Nordrhein-Westfalen derzeit keinen auffälligen Anstieg ähnlicher Betrugsfälle. Lediglich ein nicht zusammenhängender Vorfall aus dem Dezember ist verzeichnet, bei dem zehn Personen als Strohmänner bei einem Sprachschultest überführt wurden.
Der Vorfall hat nun Ermittlungen der Polizei ausgelöst. Die Behörden prüfen, wie es den Betrügern gelang, das Vertrauen der Frau zu gewinnen und an ihr Geld zu kommen. Bisher gab es keine Festnahmen.
New details emerge on scam app and regional pattern
The police press release reveals the victim used a Trading-App for Wertpapiere and ETFs, a detail absent in the original report. Investigations now suggest similar computerbetrug cases are under scrutiny in Mülheim, Recklinghausen, Köln, and Duisburg, raising concerns about a regional pattern. Authorities are examining whether these incidents share common tactics or perpetrators.





