23 May 2026, 08:21

Räumung des "Sündenwalds" in Manheim beginnt trotz Proteste der Aktivisten

Gefährdete Übriggebliebene Teile des Hambacher Forsts

Räumung des "Sündenwalds" in Manheim beginnt trotz Proteste der Aktivisten

Abholzung des „Sündenwalds“ in Manheim soll in den kommenden Tagen beginnen

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Die Rodung des „Sündenwalds“ in Manheim steht in den nächsten Tagen bevor. Das letzte verbleibende Waldstück von etwa einem Hektar Größe wird seit Monaten von Aktivist:innen besetzt, was zu Verzögerungen des ursprünglichen Räumungsplans geführt hat. Die Behörden haben nun strenge Auflagen erlassen, um die Arbeiten voranzutreiben.

Ursprünglich sollte der Wald bis Ende 2024 gerodet werden. Doch im Sommer 2025 zogen Protestierende in Baumhäuser ein und stoppten den Prozess. Aktuell halten sich noch etwa fünf bis zehn Personen in den provisorischen Behausungen auf.

Die Stadt Kerpen hat den öffentlichen Zugang zum Gelände ab dem 1. Oktober untersagt; das Verbot tritt in der Nacht zum 6. Oktober in Kraft. Ein allgemeiner Erlass verbietet bis zum Abschluss der Rodung jeglichen Zutritt und Verkehr durch Dritte. Unterdessen hat die Widerstandsbewegung zu Spenden von Lebensmitteln und Kleidung für die Protestierenden aufgerufen. Zudem ist für den 6. Oktober um 11:00 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt.

Die RWE Power AG, Eigentümerin des Geländes, plant, die Erde über der Braunkohle zu nutzen, um Abraumhalden für künftige Seenprojekte einebnen zu lassen. Das Unternehmen warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Verlusten bei weiteren Verzögerungen. RWE und die Gemeinde Kerpen arbeiten seit 2023 auf Basis einer Rahmenvereinbarung für eine nachhaltige Zusammenarbeit zusammen.

Mit dem nun geltenden Betretungsverbot dürfte die Räumung des „Sündenwalds“ zügig voranschreiten. Die verbliebenen Aktivist:innen müssen das Gelände verlassen, sobald die Abholzung beginnt. RWE will die Arbeiten abschließen, um weitere finanzielle Einbußen zu vermeiden und seine Nutzungspläne für das Gelände umzusetzen.

Quelle