Solinger Bürgerinitiative kämpft um Rettung der bedrohten Eissporthalle
Julian KlingelhöferSolinger Bürgerinitiative kämpft um Rettung der bedrohten Eissporthalle
Eine lokale Wählerinitiative in Solingen hat Maßnahmen ergriffen, um die Eissporthalle der Stadt vor einer möglichen Schließung zu bewahren. Die Gruppe SG zukunft. hat einen offiziellen Antrag an den Stadtrat eingereicht, in dem sie mehr Transparenz und eine langfristige Planung fordert, um den Fortbestand der Einrichtung zu sichern.
Die Eissporthalle spielt eine zentrale Rolle in der Region: Sie ist Austragungsort für Vereins- und Schulsport, Freizeitaktivitäten sowie öffentliche Veranstaltungen. Eine mögliche Schließung würde Sportprogramme gefährden und die Freizeitmöglichkeiten für Bewohner:innen in Solingen, Wuppertal und Remscheid deutlich einschränken.
Laut SG zukunft. waren bisherige Bemühungen zum Erhalt der Halle unzureichend. In ihrem Antrag verlangt die Gruppe klare Informationen vom unabhängigen Betreiber der Anlage, der bisher den Zugang zu finanziellen und strukturellen Daten eingeschränkt hat. Ohne diese Unterlagen droht der Stadt, in Notlösungen flüchten zu müssen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Der Vorschlag betont zudem die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Solingen, Wuppertal und Remscheid. Regelmäßige, transparente Berichte würden es politischen Gremien ermöglichen, den Fortschritt zu überwachen und bei Problemen einzugreifen. Paul Gerd Rössling, Mitglied im Sportausschuss von SG zukunft., besteht darauf, dass der Betreiber essenzielle Informationen offenlegen muss, bevor über städtische Unterstützung entschieden werden kann.
Die Initiative warnt, dass Verzögerungen bei der Lösung dieser Fragen die Stadt in die Pflicht nehmen könnten, für das Überleben der Halle verantwortlich zu sein. Ihr Ziel ist es, den Erhalt der Eissporthalle zu einer politischen Priorität zu machen – gestützt auf konkrete Pläne statt auf kurzfristige Lösungen.
Der Antrag liegt nun dem Solinger Stadtrat zur Prüfung vor. Bei einer Zustimmung müsste der Betreiber die fehlenden Daten nachreichen und ein System für eine kontinuierliche Kontrolle etablieren. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob die Eissporthalle als tragfähige Ressource für den Sport und das Gemeinschaftsleben in der Region erhalten bleibt.






