31 March 2026, 20:20

Solinger CDU will Grundsteuer reformieren – Entlastung für Mieter geplant

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets mit beschrifteten Abschnitten für Gebäude, Straßen und weitere Merkmale.

Solinger CDU will Grundsteuer reformieren – Entlastung für Mieter geplant

Solinger CDU drängt auf Reform der Grundsteuer – Entlastung für Mieter und Eigentümer geplant

Die Christdemokraten (CDU) in Solingen fordern eine Überarbeitung des städtischen Grundsteuersystems. Noch vor Jahresende soll eine Prüfung abgeschlossen sein. Ziel des Vorhabens ist es, die Belastung für Bürger zu verringern, ohne die kommunalen Finanzen zu gefährden.

Kernstück des Plans ist eine differenzierte Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Die Partei argumentiert, dass eine solche Trennung die Lasten für Mieter und Eigentümer gleichermaßen verringern würde.

Die CDU-Fraktion schlägt vor, die Grundsteuer-Hebesätze für die Kategorien A (landwirtschaftliche Betriebe) und B (Wohn- und Geschäftsgrundstücke) an die Verbraucherpreisentwicklung zu koppeln. Erhöhungen sollen auf maximal drei Prozent begrenzt werden. Damit soll bezahlbarer Wohnraum gesichert werden, ohne die planbaren Einnahmen der Stadt zu gefährden.

Dirk Errestink, der neue finanzpolitische Sprecher der CDU, hat den Antrag offiziell im Stadtrat eingereicht. Sein Fraktionskollege Carsten Becker, zuständiger Sprecher für Haushaltspolitik, unterstützt das Vorhaben. Beide betonen, dass die aktuelle Steuerberechnung Nicht-Wohnimmobilien unangemessen begünstige – auf Kosten von Wohnraum.

Die Landesregierung hatte Kommunen kürzlich ermöglicht, unterschiedliche Sätze für Wohn- und Gewerbeimmobilien festzulegen. Allerdings haben Gerichte solche Modelle in Städten wie Bochum, Dortmund und Essen bereits gekippt. Begründet wurde dies mit einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung von gemischt genutzten Objekten, die gegen verfassungsrechtliche Grundsätze verstoße. Unklar bleibt jedoch, wie sich solche Änderungen konkret auf die Mietpreisentwicklung in Solingen auswirken würden.

Die CDU versichert, ihr Plan werde spürbare Entlastung für Mieter bringen, indem wohnungsbezogene Kosten sinken. Gleichzeitig warnt die Partei vor finanzieller Instabilität bei öffentlichen Leistungen der Stadt. Der Antrag muss nun im Stadtrat beraten werden, bevor eine Entscheidung fällt.

Falls der Vorschlag angenommen wird, könnten die neuen Sätze die Grundsteuer in Solingen noch in diesem Jahr anpassen – mit unterschiedlichen Regeln für Wohnraum und Gewerbe. Die CDU will damit die Belastung für Bürger senken, ohne Löcher in den Haushalt zu reißen.

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Doch die rechtlichen Risiken bleiben ungewiss. Aktuelle Urteile aus Nachbarstädten haben ähnliche Systeme blockiert und hinterlassen bei den Kommunen Unsicherheit über die finanzielle Planung.

Quelle