Tagebau Garzweiler nimmt Verfüllung nach Umweltverdacht wieder auf
Stefanie GeißlerWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt Verfüllung nach Umweltverdacht wieder auf
Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer vorübergehenden Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Die Pause war aufgrund von Befürchtungen über mögliche illegale Ablagerungen von belastetem Boden verhängt worden. Die Behörden haben nun unter verschärfter Aufsicht die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten genehmigt.
Die Bezirksregierung Arnsberg hatte die Arbeiten im Tagebau gestoppt, nachdem der Verdacht auf unautorisierte Bodenentsorgung aufgekommen war. Unabhängige Fachleute untersuchten das Gelände und kamen zu dem Schluss, dass etwaige Kontaminationen geringfügig seien. Zudem fanden sie keine eindeutigen Beweise dafür, dass dort Fremdmaterial abgelagert worden war.
Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme wird nun ein Grundwassermonitoringsystem eingerichtet, um mögliche Verschmutzungen frühzeitig zu erkennen. Zwar wurde der Weiterbetrieb des Tagebaus freigegeben, doch prüft die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund den Fall weiterhin. Weitere Maßnahmen sind vorerst nicht geplant, es sei denn, die Ermittlungen fördern neue Erkenntnisse zutage.
Die Verfüllungsarbeiten in Garzweiler laufen nun unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wieder an. Das Überwachungssystem wird die Grundwasserqualität kontrollieren, während die Staatsanwaltschaft ihre Prüfungen fortsetzt. Bis auf Weiteres sind keine zusätzlichen Untersuchungen zu erwarten – außer es ergeben sich neue Hinweise.






