Wuppertals Polizei leidet unter Schimmel, Wasserschäden und maroden Gebäuden
Traude SchleichWuppertals Polizei leidet unter Schimmel, Wasserschäden und maroden Gebäuden
Polizeistandort in Wuppertal verkommt: Schimmel, Wasserschäden und Schädlingsbefall
Ein wichtiger Polizeistandort in Wuppertal bröckelt buchstäblich vor sich hin: Schwere Wasserschäden, Schimmelbefall und Schädlingsplagen setzen den Gebäuden zu. Trotz provisorischer Instandsetzungen arbeiten die Beamten unter prekären Bedingungen. Hier sind essentielle Einheiten wie die Taucherstaffel, die Diensthundeführer und die Waffenverwaltung untergebracht – doch die Zukunft des Standorts steht wegen explodierender Kosten auf der Kippe.
Aktuell zahlt die Wuppertaler Polizei rund 4 Millionen Euro Miete pro Jahr für die maroden Gebäude. Nach einer Komplettsanierung würden die jährlichen Kosten jedoch auf 30 Millionen Euro hochschnellen – das Achtfache des heutigen Betrags. Sowohl der Polizepräsident der Stadt als auch der Innenminister des Landes weigern sich, eine solche drastische Steigerung zu akzeptieren. Damit bleibt die Zukunft des Standorts ungewiss.
Der Innenminister hat zwar 1,1 Milliarden Euro zusätzlich für Polizeigebäudesanierungen ab kommendem Jahr bewilligt. Doch der Großteil dieser Mittel fließt erst ab 2030 – und ein beträchtlicher Teil könnte allein in das Objekt an der Müngstener Straße fließen. Gleichzeitig hat der Finanzminister grünes Licht für die Aufnahme von 450 Millionen Euro Krediten erhalten, was Kritiker als „versteckte Schuldenpolitik“ brandmarken.
Für einige Gebäude auf dem Gelände liegen bereits Kündigungen vor. Der Polizepräsident betont, die Behörde könne sich die höhere Miete schlicht nicht leisten, während auch der Innenminister die Preiserhöhung ablehnt. Trotz der Pattsituation bleibt der Standort unverzichtbar: Hier sind operative Schlüsseleinheiten stationiert, die sich nicht ohne Weiteres verlegen lassen.
Der Streit um Mieten und Sanierungen lässt die Wuppertaler Polizei in der Schwebe. Ohne Lösung müssen die Beamten weiter unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten, und wichtige Einheiten könnten in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden. Zudem wirft der finanzielle Stillstand Fragen auf: Wie werden die versprochenen Mittel verteilt – und kommen sie rechtzeitig an?






