Zoll entdeckt illegale Tabak- und Zigarettenproduktion - Zoll deckt illegale Tabakfabrik und Drogenlager in Coesfeld auf
Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben in Coesfeld einen großangelegten illegalen Betrieb aufgedeckt. Bei einer Razzia wurden eine verborgene Wasserpfeifentabak-Fabrik sowie eine Zigarettenproduktionsstätte entdeckt. Zwei Männer, 27 und 45 Jahre alt, müssen sich nun wegen schwerwiegender Vorwürfe im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung und Drogendelikten verantworten.
Die Ermittlungen begannen, nachdem die Behörden verdächtige Aktivitäten auf einem Grundstück in Coesfeld beobachtet hatten. Im Inneren stießen sie auf eine voll funktionsfähige Produktionsstraße, die bis zu 5.600 Zigaretten pro Stunde herstellen konnte. Die Beamten beschlagnahmten zudem 30.000 unversteuerte Plagiat-Zigaretten, die bereits verpackt und vom 45-jährigen Tatverdächtigen für den Vertrieb vorbereitet worden waren.
Weitere Durchsuchungen in der Wohnung und der Garage des Beschuldigten förderten zusätzliche illegale Waren zutage. Dort wurden 31.000 unversteuerte Zigaretten sowie 40 Kilogramm Rauchtabak sichergestellt. Zu den beschlagnahmten Gütern gehörten außerdem über 130 Kilogramm gefälschter Wasserpfeifentabak, 15 Kilogramm Feinschnittabak und nahezu 70 Kilogramm weiterer Rauchtabak. Der geschätzte Steuerausfall durch diese Produkte beläuft sich auf fast 55.000 Euro.
Die Operation beschränkte sich jedoch nicht auf Tabakwaren. Die Ermittler konfiszierten zudem 3 Kilogramm Captagon, 350 Gramm Marihuana sowie gefälschte Potenzmittel im Wert von über 122.000 Euro. In der Wohnung des 27-Jährigen fanden die Beamten weitere unversteuerte Zigaretten, Kokain, ein verbotenes Messer und gefälschte Arzneimittel.
Der 45-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen und muss sich nun wegen Steuerhinterziehung und Betrugs verantworten. Die Behörden untersuchen weiterhin das gesamte Ausmaß des illegalen Produktions- und Vertriebsnetzwerks.
Die Razzia hat einen bedeutenden Schlag gegen den illegalen Tabak- und Drogenhandel in der Region bedeutet. Beide Beschuldigte bleiben Gegenstand der Ermittlungen, wobei ihnen Geldstrafen und Haft drohen. Die beschlagnahmten Waren und Produktionsanlagen werden im Rahmen des laufenden Verfahrens analysiert.






