Anne Will wechselt von der ARD-Talkshow zum entspannten Politik-Podcast
Julian KlingelhöferWarum Anne Will jetzt Podcasterin sein bevorzugt - Anne Will wechselt von der ARD-Talkshow zum entspannten Politik-Podcast
Anne Will hat den Wechsel vollzogen: Statt der prominenten ARD-Talkshow moderiert sie nun den Podcast "Politik mit Anne Will". Das neue Format, das 2024 auf RTL+ gestartet ist, bietet längere, ruhige Gespräche mit Politikerinnen und Politikern. Bereits jetzt waren Gäste wie Ricarda Lang und Thorsten Frei in dieser entspannteren Atmosphäre zu hören.
Will selbst spricht offen über die Veränderung. Sie bevorzugt das Podcast-Format gegenüber ihrer früheren Rolle, da es weniger hektisch und konzentrierter sei.
In ihrer langjährigen ARD-Talkshow stand Will oft unter Zeitdruck und musste mehrere Gäste gleichzeitig steuern. Die Erfahrung beschrieb sie als stressig, mit wenig Raum für vertiefende Diskussionen. Der Wechsel zum Podcast hat diese Zwänge beseitigt.
Ihre neue Sendung "Politik mit Anne Will" ermöglicht ausführliche Interviews ohne Unterbrechungen. Will schätzt die ruhige, ablenkungsfreie Umgebung. Politiker wie Robert Habeck und Volker Wissing treten seit Jahren in Talkshows auf – oft, um Medienpräsenz zu zeigen, statt Lösungen zu erarbeiten. Wissing äußerte sich sogar über den Druck, in solchen Auftritten sowohl unterhaltsam als auch präzise sein zu müssen.
Doch trotz des Formatwechsels gibt es keine Hinweise darauf, dass Wills Schritt das öffentliche Debattenverhalten von Politikern wie Habeck oder Wissing verändert hat. Ihr Podcast bleibt eine Plattform – nun aber mit mehr Zeit und weniger Hektik.
Wills Podcast markiert den Übergang vom Live-Fernsehen zu einem bedächtigeren, reflektierteren Interviewstil. Das Format gibt ihren Gästen Raum für ausführliche Äußerungen, doch die breitere Wirkung auf die politische Diskussion bleibt abzuwarten. Vorerst bleibt sie dem neuen Ansatz treu – für sie eine bessere Passform als ihre frühere Rolle.






