Drei Industriekultur-Netzwerke bündeln Kräfte für mehr Tourismus und Forschung
Julian KlingelhöferDrei Industriekultur-Netzwerke bündeln Kräfte für mehr Tourismus und Forschung
Drei große Netzwerke des industriellen Erbes haben sich zusammengeschlossen, um ihre gemeinsame Geschichte zu stärken. Industriekultur Bergisches Land, WasserEisenLand und die Route der Industriekultur unterzeichneten im Hendrichs-Druckhammerwerk in Solingen eine Kooperationsvereinbarung. Ihr Ziel: den Tourismus, die Forschung und grenzüberschreitende Projekte rund um die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets, des Bergischen Landes und Südwestfalens zu fördern.
Die Unterzeichnungszeremonie fand im LVR-Industriemuseum Solingen statt, einem historischen Ort von besonderer Bedeutung. Sandra Brauer, Direktorin des Bergischen Museums, vertrat das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land. Das Bergische Museum spielt eine zentrale Rolle bei der Bewahrung des industriellen Erbes der Region und unterstützt Forschung, Dokumentation sowie die Einbindung von Besuchern.
Die Partnerschaft soll Besuchern durch gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen neue Möglichkeiten eröffnen. Ein großer Schwerpunkt liegt auf dem Jahr 2026, in dem die Netzwerke gemeinsame Projekte starten wollen. Allein die Route der Industriekultur umfasst mindestens 27 Ankerpunkte, darunter das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein als ihr Herzstück. Weitere Highlights sind der Wasserturm Aquarius in Mülheim an der Ruhr, der Zechenpark Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort und der Chemiepark Marl.
Über die regionalen Bemühungen hinaus hat der Bundesverband Industriekultur Deutschland (BIKD) die Vereinbarung gelobt. Auch ERIH, die Europäische Route der Industriekultur, unterstützt die Initiative. Beide Organisationen sehen in der Partnerschaft eine Chance, die Sichtbarkeit des industriellen Erbes in ganz Deutschland zu erhöhen.
Die Vereinbarung verbindet drei Regionen mit tiefen industriellen Wurzeln. Durch den Austausch von Ressourcen und Fachwissen wollen sie mehr Besucher anziehen und das öffentliche Verständnis für ihre gemeinsame Vergangenheit vertiefen. Die ersten gemeinsamen Projekte sollen 2026 an den Start gehen.






